BUND Kreisverband Wetterau

Informationen zum Bau einer Photovoltaikanlage (PV) auf dem eigenen Gebäude

Alte PV-Anlagen noch schnell anmelden

Photovoltaikanlage und Solaranlage auf einem Hausdach  (Foto: Werner Neumann)

21. Januar 2021

Der BUND Kreisverband Wetterau weist daraufhin, dass ältere Photovoltaikanlagen, sowie Stromspeicher noch bis zum 31. Januar 2021 beim "Marktstammdatenregister" der Bundesnetzagentur angemeldet werden müssen. Wenn nicht, droht ein Verlust der Einspeisevergütung.

Die Anmeldung ist relativ einfach im Internet umsetzbar, erläutert Dr. Werner Neumann, Kreisvorsitzender des BUND Wetterau, der selbst auch seit dem Jahr 2018 eine PV-Anlage mit Stromspeicher auf seinem Haus betreibt. Gemäß bundesweiten Daten könnten etwa 1.000 Anlagen in der Wetterau (und über 20.000 in Hessen) betroffen sein, die nun noch schnell angemeldet werden müssen.

Dr. Neumann rät allen Hauseigentümern im Wetteraukreis, doch einfach mal einen Blick auf ihr Dach zu werfen. Nicht nur bei Süddächern, sondern auch bei nach Osten oder Westen ausgerichteten Dächern können PV-Anlagen effektiv und wirtschaftlich betrieben werden. Verbunden mit Stromspeichern kann man selbst einen großen Anteil des selbst erzeugten Solarstroms im eigenen Haus verwenden. Die Grenze, bis zu der dafür keine EEG-Umlage zu zahlen ist, wurde gerade von 10 auf 30 kW installierter Leistung erhöht.

Neumann, der auch Mitglied in der Mittelhessischen Energiegenossenschaft ist, hat einen Leitfaden erstellt, der zeigt, die man bei der Planung vorgehen sollte. Gerne vergleicht er Preise verschiedener Anbieter mit denen die neue Anlagen planen. "Wir sollten als PV-Anlagenbetreiber unsere Erfahrungen austauschen, von der dann neue Betreiber profitieren können".

Und wenn man schon das Dach prüft, sollte man überlegen, ob dies besser gedämmt werden kann und ob auch eine solarthermische Anlage zur Unterstützung von Heizung und Warmwasser installiert werden kann. Auf diese Weise kann das gesamte Haus auf Solarenergie umgestellt werden. Dazu können staatliche Fördermittel in großem Umfang genutzt werden.

Hier gibt es weitere Info's ► Bau einer PV-Anlage    (pdf; ≈ 90 KB)


Windenergie ist notwendig um Wälder und Natur zu retten!

Eingriffe in den Wald sind minimal und kompensierbar

12. November 2020

Das Bündnis Windpark Winterstein nimmt die Reaktion von Herrn Durchdewald von der UWG Friedberg zum Anlass, einige grundlegende Fragen zur Windenergie richtig zu stellen.

Die UWG beschwert sich darüber, dass Windenergieanlagen sichtbar sind. Über die Auswirkungen der auch in der Wetterau noch weitverbreiteten Nutzung von Kohle- und Atomstrom schweigt sie. Windenergie brauchen wir, damit nicht noch mehr Atommüll entsteht, der nicht nur in Biblis unsicher gelagert ist und von dem keiner weiß, wohin. Wir brauchen Windenergie, um auch die Nutzung von Kohlestrom zu beenden. Dessen Emissionen durch Schadstoffe und Klimawandel tragen gerade zu dem Sterben der Wälder bei, das man auch am Winterstein leider beobachten kann. „Es wäre gut gewesen, wenn wir mit dem Klimaschutz früher angefangen hätten. Das hätte auch der Natur und den Wäldern geholfen!“ betont Volkmar Heitmann von „Wetterau im Wandel“.

Bezeichnend ist, dass die UWG nicht wahrnimmt, dass die Windkraftanlagen auf dem Winterstein mit bis zu 200 Millionen kWh den Strombedarf der vier Anliegerkommunen zu 70 Prozent abdecken können. Während das Bündnis über ein klares Energiekonzept verfügt, bei dem sich Windenergie und Solarstrom gut ergänzen, setzt der Friedberger UWG-Fraktionsvorsitzende Durchdewald offensichtlich darauf, dass in Friedberg und Umgebung weiterhin extrem umweltschädlicher Strom durch die Leitungen fließt, kritisiert Klaus Kissel vom Bürger*innenbündnis WIR.

Richtig ist der Hinweis, dass die Windenergieanlagen Nabenhöhen um ca. 120 m aufweisen werden und Rotordurchmesser von ebenfalls 120 m. Solch hohe Anlagen liefern mehr Windstrom und die Risiken für Vögel sind weitaus geringer als bei kleineren Anlagen. Und entgegen der Auffassung der UWG wurde der Winterstein als besonders windhöffiges Gebiet im Rahmen der Regionalplanung des Landes Hessen ausgewählt.

Im Wald würden Fundamente aus Beton und Stahl eingebracht werden, mit einem Durchmesser von ca. 30 m und einer Tiefe von 2-3 m. Eine Beeinträchtigung des Grundwassers ist daher nicht zu befürchten. Und ansonsten wird dies in Genehmigungsverfahren ohnehin behandelt. Dies entspricht einem minimalen Flächenanteil im Windenergievorranggebiet (450 ha) von 0,13 Prozent. Waldwege im Wald haben hingegen einen Anteil von 5-10 %. Und wenn für die Windenergieanlagen Bäume gerodet werden, erfolgen Aufforstungen.

Wer sich anschauen will, wie dies aussieht, kann gerne in Richtung Wächtersbach fahren ins Gebiet der „Vier Fichten“. Dort stehen seit einigen Jahren Windenergieanlagen im Wald. Es wurden für den Forstbetrieb bestehende Zufahrtswege verwendet. Zisternen wurden für den Brandschutz im Wald anlegt, die es zuvor nicht gab. Und am Rande der Aufstellflächen der Anlagen wächst neuer Wald auf. Dort steht auch eine Anlage der Bürgerenergie-genossenschaft Main-Kinzigtal, an der sich Bürger*innen beteiligen können und ihren Strom daraus beziehen können. Diese haben im Gegensatz zur UWG vorgesorgt für ihre Energiezukunft. Denn in absehbarer Zeit ist es ohnehin aus mit Kohle- und Atomstrom. Windenergie aus der Region bietet hingegen nachhaltige Stromversorgung für die Zukunft und den Erhalt des Waldes, stellt zusammenfassend Dr. Werner Neumann, Kreisvorsitzender des BUND KV Wetterau fest.

Liste der Mitglieder des Bündnisses Windenergie Winterstein.

Fridays for Future Friedberg/Bad Nauheim, Fridays for Future Hochtaunuskreis, BUND KV Wetterau, BUND OV Rosbach, BUND OV Ober-Mörlen, BUND KV Hochtaunus, BUND OV Wehrheim, NABU Wetteraukreis, Wetterau im Wandel, MiEG (Mittelhessische Energiegenossenschaft), Pro regionale Energie eG, Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal, Sonnenstromverein Hessen e.V. (SVH), Energiebildungsverein (EBV) e.V., Verein So’ne Kraft Hochtaunus, Die Grünen Friedberg und Wetteraukreis, Die Grünen Butzbach, Die Grünen Rosbach, Die Grünen Wehrheim, Die Linke Friedberg und Wetteraukreis, Bürger*innen-Bündnis WIR, Querstellen-Friedberg.

Weitere Info's auf  ► www.querstellen-friedberg

Dr. Werner Neumann / BUND Ortsverband Altenstadt/Limeshain/Glauburg


„Windpark am Winterstein – Unser Beitrag für die Energiewende”

5. Januar 2015

Der BUND Kreisverband Wetterau unterstützt die Aktion, die sich für einen Windpark am Winterstein auf dem Taunuskamm einsetzt. Das Friedberger Aktionsbündnis hat 10.000 Flyer für einen Windpark am Winterstein verteilt.


BUND Wetteraukreis ist für den Ausbau der Windenergie – Umfassende Stellungnahme eingereicht

Der Kreisverband des BUND Wetterau hat eine umfangreiche Stellungnahme zum Ausbau der Windenergie beim Regierungspräsidium Darmstadt sowie dem Regionalverband FrankfurtRheinMain eingereicht. Beide Gremien hatten Entwürfe für die Planung von Vorranggebieten für Windenergie vorgelegt.

Grundsätzlich spricht sich der BUND für den Ausbau der Windenergie aus. Immerhin könnte mit 140-200 Anlagen im Wetteraukreis eine Stromerzeugung von bis zu 1200 Mio. kWh erfolgen. Damit könnte der Stromverbrauch in der Wetterau zu 60% aus Windenergie gedeckt werden. Zusammen mit dem Ausbau von Solarstrom und vor allem der Stromeinsparung könnte das Ziel des Wetteraukreises – eine 100%ige Versorgung aus erneuerbaren Energien bis spätestens zum Jahr 2050 Realität werden. Wie der Energieexperte des BUND, Dr. Werner Neumann, betont, ist die Windenergie die kostengünstigste Stromerzeugung und weist zudem den geringsten Flächenbedarf auf.

Aus Sicht des Naturschutzes schlägt der BUND vor, die Auswahl durch die Planungsgremien zu überarbeiten. Bei den Risiken und Einschränkungen seien andere Einwirkungen auf Vögel und Fledermäuse nicht genügend verglichen und abgewogen worden. Auch Strassen, Hochspannungsleitungen hätten erhebliche Auswirkungen. Bei der Windenergie hingegen liegen in Hessen bislang nur wenige Nachweise für Tötungen durch Windräder vor. Die Anlagen könnten auch zum Schutz von Fledermäusen von Detektoren gesteuert gezielt abgestellt werden.

Auch bei der Auswahl der Vorranggebiete sei man zu restriktiv vorgegangen. Der BUND fordert eine neue Berechnung mit einer von 5,75 auf 5,5 m/s abgesenkten Schwelle für die mittlere Windgeschwindigkeit.

„Wenn wir die Restriktionen der Planentwürfe in beiden Fällen lockern, gibt es eine größere Auswahl von Windvorranggebieten und erst dann einen Spielraum zur Abwägung innerhalb der Wetterau“, betonte der Energieexperte des BUND Dr. Werner Neumann. Der BUND schlägt daher vor, das große Gebiet bei Rockenberg, Wölfersheim und Münzenberg zu halbieren und in drei Teilgebiete zu zerlegen. Andererseits schlägt der BUND vor, weitere neue Gebiete bei Karben, Rosbach-Wöllstadt, Gedern, zwischen Friedberg und Florstadt sowie östlich Bad Vilbel neu zu prüfen. „Mit einer gleichmäßigeren Verteilung könnten auch andere Orte von der Windenergie profitieren und insgesamt die Akzeptanz erhöht werden“. Denn jeder Ort müsse sich überlegen, woher man künftig ohne Atom, Kohle und Öl seinen Strom herbekommen könne. Positiv wertet der BUND die Entscheidung der Stadt Büdingen, die nach heftigen Diskussionen sich nun mit breiter Mehrheit für die Windkraftanlagen auf ihren kommunalen Flächen ausgesprochen habe. Dies ist genau, was der BUND immer als „dezentrale Bürgerenergiewende von unten“ propagiert habe.

Der BUND geht auch fachlich auf einige Argumente von Windkraftgegnern ein und zeigt, dass diese, ob nun „Infraschall“, „Speicherung von Strom“ und „Neodym in Windkraftanlagen“, nicht stichhaltig sind.

Laden Sie sich die komplette        Stellungnahme vom BUND KV Wetterau für das Gebiet des Wetteraukreises zum Sachlichen TEILPLAN ERNEUERBARE ENERGIEN Text und Umweltbericht, Regionalplan Südhessen Entwurf 2013 und Regionaler Flächennutzungsplan Vorentwurf 2013     (pdf; ≈ 700 KB) herunter.


 

Kritik des Energieexperten Dr. Werner Neumann (OV Altenstadt) an Herrn Schwarz als Vorstand der OVAG.

Herr Schwarz hatte in der OVAG-Zeitschrift (Oberhessische Versorgungsbetriebe AG) falsche Tatbestände verkündet, insbesondere der Förderung der Erneuerbaren Energien eine immense Schadenswirkung zugesprochen, wo das Gegenteil richtig ist.
Bezeichnend und befremdend ist, dass Herr Schwarz ausgerechnet sich gegen die gesetzlichen Regeln stark macht, von denen die OVAG in den letzten Jahren bei Investitionen in Wind- und Sonnenenergie sowie Biomasse profitiert hat und die die OVAG auch weiter nutzen will.

Lesen Sie die Kritik von Dr. Werner Neumann (BUND OV Altenstadt und Sprecher des Bundesarbeitskreis Energie des BUND) im    Offenen Brief an Rainer Schwarz (Vorstandsvorsitzender der OVAG-Gruppe)     (pdf; ≈ 315 KB)