Gemeinsam für ein Stück lebendige Wildnis

Grundstück Bad Vilbel/Gronau Grundstück mit Teich in Bad Vilbel/Gronau  (Petra Burgmann / BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 2.November 2025

In Bad Vilbel-Gronau gibt es einen besonderen Ort: ein naturbelassenes Grundstück mit Bachlauf, kleinem See und großem Potenzial. Hier darf sich die Natur frei entfalten. Wir haben die Chance, aktiv dazu beizutragen, dass ein wertvolles Stück Wildnis erhalten bleibt.

Damit das gelingt, suchen wir engagierte Naturfreundinnen und -freunde, die Lust haben, regelmäßig mit anzupacken: bei der Pflege des Geländes, beim Anlegen und Erhalten von Lebensräumen, oder einfach beim Dabei sein, Beobachten und Mitdenken.

Ob mit Arbeitshandschuhen, Gartenschere oder guten Ideen – jede helfende Hand zählt! Gemeinsam schaffen wir einen Ort, an dem Menschen sich gemeinsam engagieren.

Warum mitmachen?

Du erlebst Natur hautnah und gestaltest aktiv mit.

Du bist Teil einer Gemeinschaft, die etwas Bleibendes schafft.

Du lernst, wie ökologisches Gärtnern und Artenschutz praktisch funktionieren.

Wenn du Freude an Natur, Gemeinschaft und sinnvollem Tun hast, mach mit!

Wir freuen uns auf viele engagierte Hände, gute Gespräche und gemeinsame Stunden im Grünen.

Jetzt Kontakt aufnehmen und dabei sein!

Kontaktadresse:

BUND Ortsverband Bad Vilbel

Petra Burgmann/Heike Schloßhan-Salomon

E-Mail: bad-vilbel(at)bund-wetterau.de

Homepage: www.bund-badvilbel.de


Naturschützer fordern Waldbewirtschaftungs-Pause im Bad Vilbel Wald

Waldspaziergang mit Jörg Nitsch (BUND LV Hessen) im Bad Vilbel Stadtwald Waldspaziergang mit Jörg Nitsch (BUND LV Hessen) im Bad Vilbel Stadtwald  (Petra Burgmann / BUND OV Bad Vilbel)

Am 18. Oktober 2025 veranstalteten der BUND Ortsverband und der NABU Arbeitskreis Bad Vilbel einen Waldspaziergang im Bad Vilbeler Wald, um über die Sicht des Naturschutzes auf die Bewirtschaftung zu informieren. Trotz Herbstwetters nahmen rund 30 Interessierte teil, darunter Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Kritik an Abholzung und Forderung nach Ruhepause

Heike Schloßhan-Salomon (BUND) und Jörg Nitsch (Landesvorsitzender BUND Hessen) beleuchteten sowohl die Schönheit als auch die problematischen Stellen des Waldes, insbesondere die massiven Eingriffe durch Abholzung.

NABU und BUND sind sich einig: "Der Wald braucht eine Ruhepause." Sie wollen den vorhandenen Bestand bewahren. Jörg Nitsch betonte, es gehe nicht um "Forstamts-Bashing", sondern darum, alternative Sichtweisen zur Waldbewirtschaftung aufzuzeigen.

Probleme durch Holzeinschlag

  • Schäden durch Einschlag: Kritisiert wurde der Holzverkaufseinschlag (z. B. von Eschen) an drei Flächen. Das Fehlen des Kronendachs verschlechtert das Binnenklima, da der Waldboden sich erhitzt und austrocknet.
  • Alternative Bäume: Statt der vorgenommenen Verjüngung (z. B. mit Flatterulmen) empfiehlt Nitsch die heimische Buche, da sie sich besser an Hitze und Trockenheit anpasst. BUND und NABU setzen auf Buche und Eiche als "Zukunftsbäume", da auch Insekten auf heimische Arten spezialisiert sind.
  • Schäden durch Transport: Die für den Holztransport genutzten Rückegassen wurden als "Störflächen" bemängelt, da sie den Waldboden stark verdichten und ihn unbrauchbar machen.

Hintergrund und Ausblick

Der etwa 170 Hektar große Bad Vilbeler Wald wird im Auftrag der Stadt von HessenForst bewirtschaftet. Die Naturschützer wiesen auch auf den Interessenkonflikt zwischen Erholungsgebiet und Holzlieferant hin.

Die Veranstaltung fand im Vorfeld der November-Sitzung der Umweltschutzkommission statt, in der über den Waldwirtschaftsplan für 2026 beraten wird. BUND und NABU warnen, dass weitere geplante Fällungen den ohnehin geschwächten Wald zusätzlich unter Druck setzen würden.

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Nachhaltigkeitsmesse 2025

Nachhaltigkeitsmesse 2025 auf dem Niddaplatz in Bad Vilbel; Stand BUND OV Bad Vilbel Nachhaltigkeitsmesse 2025 auf dem Niddaplatz in Bad Vilbel; am Stand Petra Burgmann BUND OV Bad Vilbel  (Eckhard Neitzel BUND KV Wetterau)

Viele Besucherinnen und Besucher kamen am Sonntag, 19.Oktober 2025 zur fünften Nachhaltigkeitsmesse in Bad Vilbel. An den 27 Ständen auf dem Niddaplatz gab es viel zu entdecken, und man konnte sich rund um die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel informieren.

Drei Stunden lang hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich von Gruppen, Institutionen, der Stadt sowie von Parteien und Vereinen aus der Quellenstadt und der Umgebung informieren zu lassen.

Das Wetter spielte mit und so trafen sich Herbstspaziergänger und Messebesucher auf dem Niddaplatz. Neben Informationen, Broschüren sowie der Gelegenheit, mit den Mitgliedern oder Mitarbeitern an den Ständen ins Gespräch zu kommen, gab es jede Menge Möglichkeiten für Kinder und Erwachsene, sich spielerisch den Themen zu widmen.

Die Nachhaltigkeitsmesse bildete zugleich den Auftakt für die ebenfalls zum fünften Mal stattfindenden Nachhaltigkeitswochen in Bad Vilbel, die bis zum Samstag, 1. November, laufen. Zum Motto »Nachhaltigkeit gerade jetzt« finden zahlreiche Veranstaltungen mit Informationen, Gesprächen, Aktionen und Ausstellungen zur Nachhaltigkeit in der Quellenstadt statt.

Vielfältiges Angebot

Am Stand des ADFC konnten Fahrräder codiert werden, und am Stand des SPD-Ortsvereins konnten die Besucher aus vielen Naturmaterialien Herbstkränze individuell zusammenstellen - gegen eine Spende zugunsten des Kinderschutzbundes. Gleich nebenan hatte der BUND Ortsverband Bad Vilbel einen Baumkreis nach dem Montessori-Prinzip aufgebaut. Und so konnten die Besucher anhand von Blättern, Früchten und Zweigen einzelne Baumsorten bestimmen und miteinander ins Gespräch kommen. Das sehr rege war genommen wurde.

 

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BUND OV Bad Vilbel - Naturschutz im Fokus: Pressegespräch im Bad Vilbel Wald

Bad Vilbeler Stadtwald Bad Vilbeler Stadtwald  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 8.Oktober 2025

Der BUND Ortsverband Bad Vilbel und der NABU-Arbeitskreis Bad Vilbel laden am Samstag 18.Oktober 2025, um 11:00 Uhr zu einem Pressetermin in den Bad Vilbel Wald ein. Treffpunkt ist am Ritterweiher in Bad Vilbel. Gemeinsam mit Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen, Präsidiumsmitglied von EuroNatur und Träger des Willy-Bauer-Preises, möchten die beiden Verbände auf die aktuelle Lage des Waldes aufmerksam machen und die naturschutzfachliche Sicht einbringen. Auch Bürgerinnen und Bürger aus Bad Vilbel und angrenzende Gemeinden sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung fällt in eine besonders entscheidende Phase:

Im November wird die Kommission für Umweltschutz, Land- und Forsten in Bad Vilbel erneut über den Waldwirtschaftsplan 2026 beraten. Dieser sieht weitere Fällungen vor, die den ohnehin geschwächten Wald zusätzlich belasten würden.

Gleichzeitig plant die Hessische Landesregierung tiefgreifende Änderungen im Naturschutzrecht. Dazu gehört unter anderem die Auflösung des Naturschutzbeirates, der bislang ein zentrales Beteiligungsrecht der Umweltverbände sicherstellte.

Besonders gravierend wären die vorgesehenen Eingriffe beim Schutz sogenannter Habitatbäume – wichtige Lebensräume für Arten wie Spechte, Fledermäuse und Haselmäuse. Mit dem geplanten „Entbürokratisierungsgesetz“ droht nach Einschätzung der Verbände ein Rückschritt im Natur- und Klimaschutz: Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte könnten zugunsten kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen geschwächt werden.

„Die Situation im Bad Vilbeler Wald steht beispielhaft für die Herausforderungen im Hessischen Naturschutz. Gerade jetzt ist es wichtig, die Stimme für den Erhalt unserer Wälder und die Artenvielfalt zu erheben“, betont Jörg Nitsch (BUND Hessen).

Der BUND und der NABU Bad Vilbel laden herzlich dazu ein, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen und ins Gespräch zu kommen.


BUND OV Bad Vilbel - HessenForst entschieden widersprechen

Infoveranstaltung über den Bad Vilbeler Wald - Heike Schloßhahn-Salomon hält einen Vortrag Infoveranstaltung über den Bad Vilbeler Wald - Heike Schloßhahn-Salomon hält einen Vortrag  (Foto: Eckhard Neitzel)

BUND, NABU und Arbeitskreis Stadtwald organisieren Veranstaltung

Bad Vilbel - 3.Februar 2025

„Waldwende jetzt!“ fordern die Ortsverbände BUND, NABU und der Arbeitskreis Wald in Bad Vilbel und luden zu einer Infoveranstaltung ein, in der Sie erläutern, wie Sie das erreichen wollen. 50 Interessierte hörten sich die Positionen und Argumente der Umweltschützer an und diskutierten sie. Was zeigte: Der Wald liegt vielen am Herzen. Der Bad Vilbeler Wald sei eigentlich ein “Schmuckstück, ein Kleinod, das von zwei Bächen gespeist wird“. sagte Heike Schloßhan-Salomon vom BUND Ortsverband in ihrer Begrüßung und zeigte Bilder von Bärlauch Blüte im Frühjahr und von schönen alten Bäumen. Das ziehe nicht nur Leute aus Bad Vilbel, sondern auch aus Frankfurt an. Jedoch: Der Wald habe sich in den vergangenen Jahren verändert. Massive Holzeinschlag habe dazu geführt, dass er lichter geworden sei und kein geschlossenes Kronendach mehr habe, das für das Waldbinnenklima wichtig sei. Durch Rückegassen sei der Boden beschädigt und verdichtet, viele Neupflanzungen gingen ein. BUND, NABU und der Arbeitskreis Wald setzen sich nach eigenen Angaben dafür ein, dass der Wald nicht weiter geschwächt werde. „Wir stellen unsere fachliche Expertise zur Verfügung“, sagte Gunther Salomon, selbst studierter Landespfleger, vom Arbeitskreis Wald, „aber die Stadt lässt uns nicht mitreden“. Das zuständige städtische Gremium sei die Kommission für Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft. Dort seien Umweltverbände noch nie um Rat gefragt worden, Vorschläge und Einwände würden abgelehnt. „Naturschutz ist in Bad Vilbel nicht gewollt“, fasst Heike Schloßhan-Salomon ihren Eindruck zusammen.

Die Stadt verlasse sich bei der Bewirtschaftung des Waldes völlig auf den Landesbetrieb HessenForst, dem Sie nur den Rahmen vorgebe, ihm bei den Maßnahmen aber freie Hand lasse, die jedoch zu den Holzfällungen und ihren Folgen führten. „Alle brauchen Holz“, laute das Argument der Stadt dazu. Gunther Salomon stellte 12 Punkte vor, die den Bad Vilbeler Wald schützen und erhalten sollen. Sie reichten von Zurückstellen der Fällungen und Schutz des Bestandes über die achtsame Behandlung des Waldbodens und die Einrichtung einer Ruhezone für Tiere und Wald bis zum gezielten Einsatz wissenschaftlicher Erkenntnisse. Wichtig sei es auch, Waldbesuchern Maßnahmen zu erläutern, etwa, dass man bei Sturm wegen der Astbruchgefahr nicht in den Wald gehe. Denn das Argument der Wegesicherung diene der Stadt dazu, Bäume an Wegesrändern zu fällen. Wie die anschließende Diskussion zeigte, fanden die vorgeschlagenen Maßnahmen Anklang bei den Teilnehmenden, darunter viele Mitglieder weiterer Naturschutzorganisationen.

„Diese 12 Punkte sind doch die Wunschliste der Bad Vilbeler Bürger für ihren Wald“, fand eine Teilnehmerin, was zu zahlreichen Vorschlägen führte, sie bekannt zu machen – zum Beispiel in den sozialen Medien und in der Presse.

Das Vertreter der Stadt und der Kommission nicht auf die Angebote und Vorschläge von BUND, NABU und Arbeitskreis Wald eingehen würden, sorgte für Unverständnis. Denn Heike Schloßhan-Salomon erläuterte eingangs, der Bad Vilbeler Wald sei ein Kommunalwald, der allen gehörte, weswegen alle mitentscheiden sollten, wie mit ihm umzugehen sei. „Der Wald wird behandelt wie ein Nutzwald“ stellte ein Mann fest. Das Ziel sei jedoch, ihn zu erhalten. „Wir bleiben dran“, versprach Heike Schloßhan-Salomon. Dazu werde weiter Öffentlichkeitsarbeit betrieben und die Kommission für Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft werde genutzt.

Text: Christiane Kauer

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Gemeinsame Pressemeldung: BUND Ortsverband Bad Vilbel, NABU Arbeitsgruppe Bad Vilbel und Arbeitskreis Bad Vilbel Wald

Safe the date! Unser Stadtwald in Bad Vilbel – Bürgerinnen und Bürger sind gefragt

Bad Vilbeler Stadtwald Bad Vilbeler Stadtwald  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 2. Januar 2025

Im Bad Vilbeler Wald gibt es viel zu entdecken. Im Süden der fruchtbaren Wetterau liegend, besitzt er eine ausgeprägte Topografie, wird an einigen Stellen von Wasser gespeist und ist in der landwirtschaftlich geprägten Wetterau ein Kleinod. Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in Bad Vilbel wissen das zu schätzen, auch viele Menschen aus Frankfurt besuchen den Laubmischwald suchen Erholung und Entspannung.

Jüngst sind wieder hochbetagte Eichen und Buchen gefällt worden, sogenannte Methusalem Bäume, die sehr wichtig für das Ökosystem Wald sind wie auch für uns Menschen. HessenForst argumentiert, der Wald sei überaltert und besonders Buchen wären dem Klimawandel nicht gewachsen. Der Forstbetrieb vertritt damit eine Position, die dem Holzhandel zugutekommt und nicht dem Klima gerechten Waldschutz. Unser Wald ist ohnehin schon stark geschwächt und ist in der Summe mit den Fichtenplantagen der Forstindustrie zum Emittenten von CO2 geworden.

Ein Großteil des wertvollen Werkstoffes Holzes, den wir in Deutschland ernten und importieren, wird verbrannt, ein weiterer großer Anteil landet in der Papier- und Verpackungsindustrie für kurzlebige Produkte. Möbel haben im Durchschnitt lediglich eine Halbwertzeit von unter 30 Jahren, alles weit von einer nachhaltigen Nutzung entfernt.

Eine Kaskadennutzung ist nur schwer in Gang zu bringen.

Zudem haben die Natur und der Wald, insbesondere in der hessischen Landespolitik der CDU/SPD-Koalition, leider keine starke Lobby. Erste Maßnahme der neuen Regierung war, den Schutzstatus alter Laubwälder zugunsten der Holzgewinnung zurückzustellen, das nachhaltige FSC-Siegel vorerst aufzuheben und das Moratorium für das Fällen alter Buchen aufzuheben.

Dabei ist gerade der Wald ein starker Verbündeter in der Klimakrise, auf den wir nicht verzichten können. Nachdem die Fichten keinen Erfolg mehr versprechen, werden nun die Laubwälder geplündert. Und dies auch in Bad Vilbel, wenn man von kommunaler Seite keinen Riegel vorschiebt, Verantwortung übernimmt und sich hinreichend eigene Gedanken dazu macht, wie der Wald der Bürgerinnen und Bürger gepflegt werden sollte. Es sei daran erinnert, dass es sich um einen Kommunalwald handelt, der uns allen gemeinschaftlich gehört, wir sollten mitentscheiden dürfen, wie der Wald behandelt werden soll.

Am 10.Februar 2025 tagt in Bad Vilbel die Kommission für Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, in der die Vertreter von HessenForst ausführlich ihre Waldstrategie präsentieren werden. Auch die örtlichen Organisationen wie der NABU und der BUND und der Arbeitskreis Bad Vilbeler Wald sind als beratende Mitglieder eingeladen. An diesem Tag wird wieder abgestimmt, ob man den Waldwirtschaftsplan von HessenForst 2025 unterstützt und eine entsprechende Empfehlung an die Stadtverordneten gibt.

BUND, NABU und der Arbeitskreis Wald werden Fragen stellen und Positionen zum Ausdruck bringen, die dem Vorgehen der Stadt und HessenForst widersprechen.

Das Ergebnis steht heute schon fest, denn für einen Austausch auf Augenhöhe wird hier kein Raum geschaffen und für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist eine Teilnahme sowieso ausgeschlossen!


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Bad Vilbel natürlich! Netzwerk Mensch und Natur

Workshopteilnehmer Bad Vilbel natürlich - Netzwerk Mensch und Natur Workshopteilnehmer Bad Vilbel natürlich - Netzwerk Mensch und Natur  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 07. Dezember 2024

Es gibt in Bad Vilbel zahlreiche Vereine, Initiativen und Gruppen, die sich für Klima-, Natur- und Umweltschutz oder für demokratische und soziale Rechte einsetzen. Sie wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten und das zivilgesellschaftliche Leben in Bad Vilbel voranbringen.

Mit einigen Workshops im Haus der Begegnung wurden dafür erste Grundlagen geschaffen, und der Prozess geht noch weiter. Mehr als 15 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen sowie interessierte Einzelpersonen haben sich daran beteiligt. Lokale Mitglieder und Vertreter*innen von BUND, NABU, Naturfreunde und anderen eint die Überzeugung, dass mehr Zusammenarbeit und gegenseitige Abstimmung dazu beitragen, die Ziele der jeweiligen Organisationen besser zu erreichen. Für mehr Nachhaltigkeit, Gesundheit und Lebensqualität soll in Bad Vilbel eine starke Stimme entstehen, die u.a. in den kommunalen Körperschaften Gehör und Ansprechpersonen findet.

Heike Schloßhan-Salomon vom BUND Ortsverband weist darauf hin, dass es keine Abstriche an eigenen Projekten und Ideen der Organisationen gibt: "Aber bei bestimmten Gelegenheiten ist es wichtig, dass wir mit einer Stimme sprechen, dass wir uns gemeinsam hinter einer Initiative versammeln oder uns gegenseitig unterstützen." Viele der Teilnehmenden der Workshops heben die Gemeinsamkeiten und die Überschneidung in den Anliegen z.B. des Netzwerks Bad Vilbel Plastikfrei, des NABU und anderer Umweltinitiativen hervor. Für den ADFC Bad Vilbel/Karben betont Walter Baumann, dass hier Nachhaltigkeit in einem breiten Sinne verstanden wird: "Verkehrspolitische Fragen oder auch das Engagement gegen Ausländerfeindlichkeit gehören dazu."

Die Teilnehmenden der Workshops waren sich einig, dass kein neuer Verein und auch kein Dachverband geschaffen werden sollen. In der Linie soll ein regelmäßiger Abstimmungsprozess etabliert werden, neben dem Plenum insbesondere über eine noch zu schaffende elektronische Plattform. Gemeinsame Projekte, Kooperationsformen andere Fragen stehen noch zur weiteren Diskussion. Einen Namen hat die Initiative auch schon: "Bad Vilbel natürlich! Netzwerk für Mensch und Natur". Die Treffen im Haus der Begegnung sollen fortgesetzt werden und werden öffentlich angekündigt. Eingeladen sind Vertreter*innen von Vereinen und Gruppen genauso wie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Ein Leitbild, das das demokratische Grundanliegen der Initiative dokumentiert, soll demnächst verabschiedet werden.


BUND OV Bad Vilbel - Kläranlagen an der Nidda braucht die 4. Reinigungsstufe

BUND OV Bad Vilbel - Werden unsere Gewässer ausreichend geschützt? BUND OV Bad Vilbel - Werden unsere Gewässer ausreichend geschützt? Rechts ist Dr. Peter Seel zusehen  (Foto: Eckhard Neitzel (BUND KV Wetterau))

Bad Vilbel - 22. Juni 2024

Der BUND Ortsverband Bad Vilbel konnte kürzlich Dr. Peter Seel als renommierten Experten für Gewässergüte gewinnen. Vor einem interessierten Publikum in der Stadtbibliothek von Bad Vilbel ging Dr. Seel der Frage nach, ob unsere Gewässer ausreichend geschützt sind. Als ehemaliger Dezernatsleiter für Gewässergüte beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) betonte Dr. Seel in seinem Vortrag die dringende Notwendigkeit einer Verbesserung der Kläranlagen in der Region.

Dr. Seel zeigte anhand der Daten des HLNUG, dass die Nidda und ihre Nebengewässer bei den Wasserorganismen, also den Kleintieren, den Fischen und den Algen bei weitem nicht die geforderte gute Qualität haben. Solche Defizite sind in Hessen und ganz Deutschland die Regel und leider keine Ausnahme. Früher hat man oft geglaubt, es reiche aus, kanalartig ausgebaute Gewässer in einen naturnahen Zustand umzubauen. Dies sieht zwar schön aus und hilft der Biologie, aber empfindliche Tierarten, kommen, wie Forschungsergebnisse zeigen, leider nicht wieder zurück. Ursache ist, wie Seel mit vielen Beispielen aus der Forschung zeigen konnte, die chemische Belastung der Gewässer. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Abwasserentsorgung und insbesondere die Reinigungsleistung der Kläranlagen. Nicht einige wenige, sondern tausende Schadstoffe wie z. B. Arzneimittelrückstände, Haushaltschemikalien und Biozide belasteten die Gewässerlebewelt, da eine konventionelle Kläranlage viele dieser Chemikalien nicht abbauen kann. Auch hat das Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte  zu einem höheren Abwasseranfall geführt, während durch den Klimawandel längere Trockenzeiten mit Niedrigwasser immer häufiger werden. Bei Trockenwetter und Niedrigwasser hat die Nidda und die meisten Nebenbäche der Region einen hohen Anteil an unzureichend gereinigtem Abwasser. Es ist völlig unrealistisch, allein durch Anwendungsverbote von bestimmten Chemikalien das Problem zu lösen. Der Großteil der Arzneimittel, z. B. gelangt über den Urin in den Abwasserkanal, so Seel. Es braucht eine technische Lösung, die sogenannte vierte Reinigungsstufe, bei der durch Aktivkohle oder Ozon die schädlichen Chemikalien größtenteils entfernt werden können. In der Schweiz ist die vierte Reinigungsstufe seit sechs Jahren für viele Kläranlagen gesetzlich vorgeschrieben. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gibt es seit vielen Jahren große Anstrengungen zum Ausbau der Kläranlagen auch ohne gesetzliche Vorgabe des Bundes oder der EU. Hessen dagegen steht bei der Förderung erst am Anfang. Bisher gebe es in Mörfelden-Walldorf eine einzige kommunale Kläranlage mit dieser Technik. Da die Kosten pro Einwohner bei größeren Kläranlagen deutlich sinken, ist es sinnvoll, zunächst die größeren Anlagen in Bad Vilbel, Bad Homburg und Oberursel nachzurüsten. In diesem Jahr ist mit einer gesetzlichen Regelung in der EU zu rechnen, die die vierte Reinigungsstufe für große Kläranlagen sowie für mittelgroße Anlagen an kritisch belasteten Gewässern wie an der Nidda vorsieht. Das EU-Parlament hat im April darüber abschließend entschieden. Allerdings sind lange Fristen mit Zwischenzielen zur Umsetzung vorgesehen. Der Ausbau soll erst 2045 abgeschlossen sein. So lange sollte man nicht warten, sondern zügig mit einem Ausbauprogramm beginnen, fordert Dr. Seel. Denn der Ausbau aller betroffenen Anlagen wird sich aufgrund begrenzter Ingenieur- und Baukapazitäten ohnehin über viele Jahre hinziehen. Auf diese Weise schützt man nicht nur die Natur, sondern sichere auch die Trinkwassergewinnung. Aus dem Rhein beispielsweise beziehen ca. 30 Millionen Menschen direkt oder indirekt ihr Trinkwasser.

Die Frage im Vortragstitel wurde anhand der Fakten klar beantwortet: „Derzeit werden unsere Gewässer nicht ausreichend geschützt“, so Dr. Seel abschließend.


BUND OV Bad Vilbel kritisiert Stopp der Ausweisung von Naturschutzgebieten durch hessische Landesregierung

Bad Vilbeler Stadtwald Bad Vilbeler Stadtwald  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 27. Februar 2024

Der BUND OV Bad Vilbel zeigt sich entsetzt über die Entscheidung des CDU-geführten Landwirtschaftsministeriums, die Ausweisung von Naturwäldern als Naturschutzgebiete zu stoppen. Diese Maßnahme betrifft Flächen in Nord-und Südhessen, darunter Teile des Reinhardswalds im Kreis Kassel, in der Rhön, an der Bergstraße und im Schwalm-Eder-Kreis.

Die jahrelange intensive Arbeit und Vorbereitung des zuständigen Ministeriums unter grüner Führung wurden damit zunichtegemacht, kritisiert auch der BUND Hessen aufs Schärfste. Die Entscheidung der Landesregierung steht im Widerspruch zu den gültigen Leitlinien der EU, die eine Erhöhung des Schutzes von Land- und Meeresflächen bis 2030 auf mindestens 30 Prozent vorsehen.

Das derzeitige Netz gesetzlich geschützter Gebiete reicht nicht aus, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Es bedarf eines weiteren Ausbaus des Natura 2000-Netzes und der Ausweisung zusätzlicher Naturschutzgebiete. Gerade in Zeiten des Klimawandels spielen naturnahe Wälder eine entscheidende Rolle bei der Bindung von CO₂.

Die Entscheidung der hessischen Landesregierung steht im Kontrast zu den Aussagen des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein, der sich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und Ökosysteme verpflichtet hat. Er ist offizieller Partner der UN-Dekade. Der BUND OV Bad Vilbel fordert die Landesregierung auf, ihrer Verantwortung zum Schutz der Umwelt und Artenvielfalt nachzukommen und die Ausweisung von Naturschutzgebieten wieder aufzunehmen.

Schreiben Sie Ihrer/m Abgeordneten im Hessischen Landtag. Ein Anschreiben und den Link hin zu Ihrer/m Abgeordneten finden Sie auf unserer Website unter:

►  Anschreiben

Kontakt: BUND OV Bad Vilbel

E - Mail: bad-vilbel@bund-wetterau.de


BUND OV Bad Vilbel lehnt jeglichen Holzeinschlag ab

Kommission berät über den Stadtwald - Umweltschützer stellen das Gremium infrage

Bad Vilbel - 17. Janaur 2024

Heute wird nach Angaben des BUND Ortsverband Bad Vilbel die Kommission für Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft in Bad Vilbel zu einer nichtöffentlichen Sitzung zusammenkommen, um über den Stadtwald und dessen Bewirtschaftung zu beraten. Der BUND Ortsverband werde erneut mit der Empfehlung und Forderung eines Einschlagmoratoriums in die Kommission gehen, um sicherzustellen, dass über einen bestimmten Zeitraum gar keine Bäume mehr im Bad Vilbeler Wald gefällt werden dürfen.

Der BUND Ortsverband stellt fest: „Der Zustand des Stadtwaldes ist besorgniserregend, da viele Bäume unter Trockenheit im Sommer leiden und der Mangel an Wasser auch durch den Regen dieses Winters nicht kompensiert werden kann“ heißt es. Das Landschaftsbild im Bad Vilbeler Stadtwald sei derzeit geprägt von im Sturm umgefallenen Bäumen, herabstürzenden Ästen, freigestellten Flächen und vereinzelten Bäumen. Ein angestrebter Kronenschluss der Bäume mit einem geschlossenen Kronendach sei nur noch an wenigen Stellen auf kleinem Raum zu finden. Tiefe Furchen in den Rücke Gassen und die damit einhergehende Zerstörung des Bodens zeigten sich in allen Abteilungen des Waldes, heißt es weiter. HessenForst plane laut vorgelegtem Waldwirtschaftsplan 2024, der heute vorgestellt wird, weitere Fällungen von großen Eichen und insbesondere Buchen, was der BUND Ortsverband als unverantwortlich ansieht. Die Stadt müsse sicherstellen, dass HessenForst die im Forsteinrichtungswerk festgelegten Ziele einhalte, welche die Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes priorisierten. Zudem übersteigen laut BUND Ortsverband in den letzten Jahren die tatsächlichen Fällungen die von HessenForst geplanten um ein Vielfaches. Die Zahlen aus 2023 wurden darüber hinaus noch nicht vorgelegt und können bei der Planung nicht berücksichtigt werden.

Der BUND Ortsverband fordert darüber hinaus, dass die Stadt vergleichende Angebote und Konzepte neben dem Dienstleister HessenForst anfragt und sich inhaltlich damit auseinandersetzt. Die bisherigen Sitzungen hätten darüber hinaus keine wirkliche Diskussion ermöglicht. Der BUND Ortsverband Bad Vilbel stellt aus diesen Gründen die Kommission grundsätzlich infrage, heißt es abschließend.

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Die Zukunft der Wälder in der Klimakrise

Herausforderungen und Perspektiven.

Die Zukunft unserer Wälder in der Klimakrise - Podiumsdiskussion Die Zukunft unserer Wälder in der Klimakrise - Podiumsdiskussion  (Grafik: BUND OV Bad Vilbel)

Podiumsdiskussion zum Thema: Wie sieht die Zukunft unserer Wälder in der Klimakrise aus?

Der BUND OV Bad Vilbel und die NABU AG Bad Vilbel lädt gemeinsam Experten aus Forschung, Praxis und Forstwirtschaft zur Diskussion ein. Sie erwarten ein Impulsvortrag und eine spannende Diskussion mit hochkarätigen Gästen. Für Sie gibt es die Möglichkeit,  Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Teilnehmer*innen sind:

Dr. Tina Baumann
Abteilungsleitung StadtForst
Stadt Frankfurt am Main
Grünflächenamt

Klaus Borger
Förster und Vorsitzender,
Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald sowie
saarländischer Landespolitiker (Bündnis 90/Die Grünen)

Mark Harthun
NABU Hessen
stellvertretender Geschäftsführer

Prof. Dr. Rainer Luick
Biologe und Professur für Natur- und Umweltschutz,
Hochschule für Forstwirtschaft, Rottenburg

Jörg Nitsch
Dipl. Biologe
Landesvorsitzender BUND Hessen, Landessprecher AK Wald

Interessierte Bürger*innen, Stadtverordnete und Kommissionsmitglieder sind zu den Vorträgen herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist kostenfrei.

Wir freuen uns aber über Spenden

Podiumsdiskussion - Die Zukunft unserer Wälder in der Klimakrise Podiumsdiskussion - Die Zukunft unserer Wälder in der Klimakrise  (Grafik: BUND OV Bad Vilbel)

Noch haben wir es selbst in der Hand!

Bad Vilbeler Wald Noch haben wir es in der Hand  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 4. Juli 2023

Der jüngste 6. IPCC Bericht sagt "Noch haben wir es selbst in der Hand". Auch in Bad Vilbel können wir auf kommunaler Ebene entscheiden, welche Maßnahmen die Folgen des Klimawandels ab puffern und das Leben für uns Menschen erträglicher machen. Zu einer dieser Entscheidungen gehört, wie wir mit unserem Wald umgehen. Wir haben einen Stadtwald mit sehr guten Voraussetzungen: Er hat einen Boden, der Wasser gut speichern kann; wir haben einen Mischwald, der als Wald der Zukunft gilt. Wir hatten in der Vergangenheit zukunftsweisende Förster und eine Naturschutzgesellschaft, die darüber gewacht hat, wie der Wald behandelt wird. Das hat sich grundlegend gewandelt.

In den vergangenen 10 Jahren wurde aus Sicht des NABU und BUND zu viel Holz aus dem Wald entnommen. Für Waldbesucher ist sichtbar, dass Hitze- und Wassermangel dem Wald insbesondere seit 2018 zusätzlich zu schaffen machen. Durch die Baumfällungen wurden viele Bäume freigestellt und stehen nicht mehr im Verbund. Ein ausreichender sogenannter Kronenschluss der Bäume ist dementsprechend nur noch an wenigen Stellen zu finden. Dadurch hat sich das Waldinnenklima bereits deutlich erwärmt und die Klimastabilität wurde geschwächt.

Der Wald übernimmt viele wichtige Funktionen für uns Menschen: Er liefert nicht nur Holz, sondern filtert und speichert Wasser, dient der Grundwasserneubildung, produziert u. a. Sauerstoff, filtert Schadstoffe, wirkt Erosion durch Wasser und Wind entgegen und kühlt die Umgebung.

Wir lesen, hören und sehen es in den Medien: Mit Holz lässt sich viel Geld verdienen, Urwälder werden weltweit gerodet. In Deutschland haben wir auch allein zwischen 2012 und 2022 rund 6,6 Prozent Waldanteil verloren, in Hessen sind es 3,5 Prozent. Nach satellitengestützter Auswertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ging die Waldfläche allein zwischen Januar 2018 und April 2021 um mehr als 500.000 ha zurück, das entspricht etwa 5 Prozent der bundesweiten Waldfläche.

Derzeit wird im Bad Vilbeler Stadtwald wieder massiv Holz eingeschlagen. In den letzten drei Jahren wurden rund 2.000 Holz-Festmeter aus dem Wald geerntet. Das entspricht insgesamt mehr als tausend Bäumen! Es werden immer wieder neue Gründe gesucht und alte Argumente vorgetragen, um weiter Holz aus dem Wald zu entnehmen.

"Noch haben wir es in der Hand": Am 17. April findet die nächste Sitzung der Kommission für Umwelt-, Land- und Forstwirtschaft statt, zu der sachkundige Personen der Kommune, neben Stadtverordneten auch die örtlichen Naturschutzverbände durch den Vorsitzenden eingeladen wurden. Es wird um die weitere Behandlung und Bewirtschaftung des Bad Vilbeler Stadtwaldes gehen.

Zum Sitzungstermin wird der Landesbetrieb HessenForst das sogenannte Forsteinrichtungswerk (FEW) vorstellen, das in der Regel für die nächsten 10 Jahre festlegt, wie der Wald bewirtschaftet wird. Vorträge und weiterer Sachverstand neben dem forstwirtschaftlichen von HessenForst werden erneut nicht berücksichtigt.

Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD wurde ausdrücklich festgehalten, dass die Erarbeitung des FEW in Zusammenarbeit, mit interessierten Bürger*innen und Naturschutzverbänden erfolgen wird. Da die Stadt Bad Vilbel entschieden hat, dass Sitzungen der Umwelt-Kommission nicht öffentlich sind, ist eine Bürgerbeteiligung auf diesem Weg nicht möglich.

Aus diesem Grund und weil dringend Handlungsbedarf besteht, werden NABU und BUND zeitgleich zu dieser Pressemitteilung, Bürgermeister Sebastian Wysocki einen öffentlichen runden Tisch zum Thema Bad Vilbeler Stadtwald vorschlagen. Die Untere Naturschutzbehörde unterstützt diesen Vorschlag.

Dass die Stadt Fördermittel für einen Klimaschutz gerechtes Waldmanagement beantragen will, ist eine positive Entwicklung und eine gute Basis. Das Genehmigungsverfahren nimmt allerdings in der Regel viel Zeit in Anspruch. Deshalb sollte es für den Bad Vilbeler Stadtwald zunächst ein Einschlagsmoratorium geben, denn diese Fehler können nicht rückgängig gemacht werden.

Weiterführende Informationen und Veranstaltungen zum Thema:

BUND OV Bad Vilbel https://wetteraukreis.bund.net/ortsverbaende/ov-bad-vilbel/

Sind Sie neugierig geworden, wollen Sie aktiv werden? Sie sind herzlich eingeladen. Es existiert in Bad Vilbel eine Waldgruppe beim BUND OV Bad Vilbel.


Erinnerungen an Peter Paul

Peter Paul auf dem Marktplatz in Bad Vilbel beim Nachhaltigkeitsfest 2022 Peter Paul auf dem Marktplatz in Bad Vilbel beim Nachhaltigkeitsfest 2022  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 5. April 2023

Wir, der BUND Ortsverband Bad Vilbel trauern um unseren Freund, Mitstreiter und Weggefährten Peter Paul. Wir sind tieftraurig und sein Tod ist für uns noch immer unfassbar.
Selten hat man das Glück einen Menschen zu treffen, der sich mit so großer Leidenschaft und Expertise für Naturschutz und Stadtbegrünung einsetzt, wie Peter Paul es getan hat. Mit großem persönlichem Einsatz hat er viele Ideen und Projekte auch gegen Widerstände verwirklicht. Viele Jahre war er engagiertes Mitglied im BUND Ortsverband Bad Vilbel, zuletzt auch als Vorstandsmitglied. Durch seine hohe Kompetenz als Gärtner und Baumexperte war er ständiger Ansprechpartner für Arbeitsgruppen, Bürgerinitiativen und viele andere Organisationen, in denen er aktiv war. Neben der Renaturierung des Erlenbachs in Massenheim war sein Lebenswerk die Renaturierung eines großen vermüllten Grundstücks in Gronau, welches er über die Jahre in jeder freien Minute in ein Naturparadies verwandelte. Sein Einsatz und Enthusiasmus für die Natur waren unglaublich und unerschütterlich. Wir trauern um Peter, der eine Lücke hinterlässt, die nicht zuschließen sein wird. Unser Beileid und tiefes Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin, die viele Projekte tatkräftig an seiner Seite unterstützt hat. Peter lebt weiter in unserer Erinnerung, unseren Herzen und in jedem Baum, den er für seine Heimatstadt gepflanzt und gepflegt hat.

BUND Ortsverband BAD VILBEL


Die BUND OV Bad Vilbel Kindergruppe „Die Waldforscher“ suchen Verstärkung

Kindergruppe Kindergruppe im Wald von Bad Vilbel  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 15. Februar 2022

Die Kindergruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Ortsverband Bad Vilbel und des Vereins für Vogelschutz und Landschaftspflege Bad Vilbel (VVL) hat freie Plätze für Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren, die Interesse haben die Natur im Bad Vilbeler Wald zu erforschen.

Die Waldforscher treffen sich einmal im Monat an einem Samstag für 3 Stunden um mit Spaß und spielerisch ihre natürliche Umgebung kennenzulernen. Entdeckt und beobachtet werden Tiere wie Rehe, Vögel, Insekten und Amphibien genauso wie die Pflanzen von großen Bäumen bis zu kleinen Kräutern.

Außerdem stehen Aktivitäten wie das Bauen von Nistkästen, das Kennenlernen des Kompasses sowie der richtige Umgang mit Feuer auf dem Programm. Durch genug Zeit für freies Spielen wird den Kindern auch die Gelegenheit gegeben die Natur ganz zwanglos zu erfahren.

Geleitet wird die Kindergruppe von einer erfahrenen Umweltpädagogin. Zusätzlich wird die Gruppe von einer weiteren erwachsenen Person begleitet.

Die Anmeldung erfolgt für alle 12 Termine eines Waldjahres von März 2022 bis Februar 2023.  

Die Teilnahmegebühr beträgt 8 € pro Monat. Die Plätze sind begrenzt, rechtzeitige Reservierung ist ratsam.

Für die Anmeldung und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die folgende Emailadresse: ritz-grebenhain(at)t-online.de


Wald im Klimawandel wurde abgesagt

Wald im Klimawandel Wald im Klimawandel Vortrag wurde abgesagt  (Grafik: BUND OV Bad Vilbel)

Leider mussten wir die Veranstaltung am 26.11.21 - WALD IM KLIMAWANDEL- coronabedingt kurzfristig absagen. Wir danken allen Menschen, die sich trotzdem auf den Weg nach Dortelweil gemacht haben für ihr Interesse. Die Veranstaltung wird im Frühjahr nachgeholt. Wir wünschen Ihnen eine schöne vorweihnachtliche Zeit und bleiben sie gesund. Ihr Vorstand BUND BAD VILBEL


Wald im Klimawandel

Wald im Klimawandel Wald im Klimawandel  (Foto: BUND OV Bad Vilbel)

Bad Vilbel - 4. Oktober 2021

Was macht der Klimawandel mit unserem Wald und was können wir dagegen tun? Erfahren Sie mehr und diskutieren Sie mit: Der Arbeitskreis Bad Vilbeler Stadtwald lädt zu zwei und der BUND zu einem Vortrag im Oktober und November 2021 in das Kultur- und Sportforum Dortelweil ein.

Am 15.10.2021 um 19 Uhr spricht Loretta Leinen über die ökologischen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. Wie kann der Mensch diese Entwicklung verstärken oder mindern? Frau Leinen ist Forstwissenschaftlerin mit einem Master in Waldnaturschutz und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Naturwald-Akademie in Lübeck. Sie stellt in ihrem Vortrag zudem den Ist-Zustand der Wälder Deutschlands auf der Grundlage der Bundeswaldinventur dar.

Am 22.10.2021 um 19 Uhr berichtet Klaus Borger von seinen Erfahrungen mit schonenden Formen der Waldpflege, die er mehr als 25 Jahre in einem Privatwaldbesitz von rund 140 Hektar, den er treuhänderisch betreut, gesammelt hat. Dieser Wald ist aufgrund seiner Klimastabilität über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt. Herr Borger ist Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald und ehemaliger Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlands. Er hat bereits als Staatssekretär eine Forstreform veranlasst, die eine naturnahe Waldwirtschaft fördert. Zu diesem Termin stellt der Arbeitskreis Bad Vilbeler Stadtwald seine Vorschläge für den Umgang mit dem Bad Vilbeler Stadtwald vor.

Am 26.11.2021 um 19 Uhr wird es einen weiteren Vortrag mit dem Landesvorsitzenden des BUND Jörg Nitsch geben. Die aktuelle Situation der Wälder in Hessen und die verschiedenen Möglichkeiten der Wiederbewaldung werden an diesem Abend Thema sein. Dabei zeigt Jörg Nitsch auf, welchen neuen Herausforderungen sich der Waldbau der Zukunft stellen muss.

Alle Veranstaltungen sollen Impulse für die weitere Diskussion über den zukünftigen Umgang mit dem Bad Vilbeler Stadtwald geben. Hierzu erarbeitet die neue städtische Kommission für Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft ein neues Forsteinrichtungswerk. Sie tagt erstmals im November 2021.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Stadtverordnete und Kommissionsmitglieder sind zu den Vorträgen herzlich eingeladen. Zum Schutz vor Corona gilt auf dieser Veranstaltung die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet. Der Eintritt ist kostenfrei.