BUND Kreisverband Wetterau

Unsere nächsten Treffen

... sind i.d.R. jeden 3. Mittwoch im Monat. Wegen Corona können die Zeiten und Orte variieren - bitte fragen Sie bei uns nach.

Die großen Probleme unserer Zeit werden von vielen noch nicht als Gemeinschaftsaufgaben begriffen: „Die anderen sollen erst mal ...“ oder „Schaut mal, wie die anderen rumsauen ...“ oder „Die Politik versagt“. Besonders gerne fühlen sich Erwachsene von FFF provoziert und kommentieren: „Und selbst lassen sie sich mit dem Auto zur Schule fahren“ oder „Ein interviewter Jugendlicher von FFF konnte nicht sagen, was CO2 ist“ oder „Greta will sich doch nur vermarkten“. 

Wir als Umweltverbände haben eine riesige Aufgabe:
1) Die brennenden ökologischen Themen ins öffentliche Bewusstsein bringen.
2) Darauf hinwirken, dass alle Akteure zusammen arbeiten.
3) Ein oder mehrere gemeinsame Ziele positiv formulieren.
Es geht nicht mehr so sehr darum, einzelne zerstörerische Projekte zu verhindern (Biblis, B3a, MVA, ...), sondern insgesamt zu einem nachhaltigen, zukunftsfähigen Leben und Arbeiten zu gelangen.

Für diese Aufgaben brauchen wir Vielfalt ... Vielfalt der Themen, mit denen wir uns beschäftigen, aber auch Vielfalt der unterschiedlichen Menschen, die sich hier engagieren.


Nachhaltigkeit in Unternehmen

Nachhaltigkeit in Unternehmen Vortrag von Ann Neudek  (Foto: BUND OV Bad Nauheim/Friedberg)

Bad Nauheim/Friedberg - 21. Juni 2021

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des OV Bad Nauheim/Friedberg 2021 wurde von Ann Neudek ein Vortrag über Nachahltigkeit gehalten.

Ein Video des BUND Ortsverbands Bad Nauheim/Friedberg. Ann Neudek entwickelt u. A. beruflich Nachhaltigkeit in Unternehmen.

Das Video dauert ca. 53 minuten.

Hier gibt es das Video: Nachhaltigkeit in Unternehmen

BUNDaktiv: Der OV Bad Nauheim/Friedberg im Einsatz

Die Ortsverbands Gruppe Bad Nauheim/Friedberg im Einsatz auf der Wiese.

BUNDaktiv: Der Ortsverband Bad Nauheim/Friedberg Der Ortsverband Bad Nauheim/Friedberg aktiv auf der Wiese im Einsatz  (Foto: BUND OV Bad Nauheim/Friedberg)

Der Dannenröder Wald muss bleiben – Verkehrswende jetzt!

Dannenröder Wald Retten  (Foto: BUND OV Bad Nauheim/Friedberg)

Der Dannenröder Wald in Hessen ist bedroht: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die hessische Landesregierung wollen die alten Bäume roden – für eine neue Autobahn. Dabei ist der Wald nicht nur Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern versorgt zusammen mit dem benachbarten Herrenwald auch eine halbe Million Menschen mit sauberem Trinkwasser. All dies wäre durch die Autobahn gefährdet.

Ab dem 1. Oktober sollen die ersten Bäume im Dannenröder Wald fallen. Das lassen wir nicht zu: Mit einer Demonstration direkt am Wald stellen wir uns mit vielen Menschen schützend vor die alten Bäume. Unsere Solidarität gilt dabei den Aktivist*innen, die in ihren Baumhäusern friedlich und entschlossen den Dannenröder Wald retten wollen. 

Gemeinsam fordern wir: Verkehrsminister Scheuer und die hessische Landesregierung müssen den Weiterbau der A49 stoppen und den Dannenröder Wald retten! Wir brauchen eine grundlegende Verkehrswende!

Anreise mit dem Demo-Bus

Die BUNDjugend Hessen bietet die Mitfahrt in einem Demo-Bus ab Frankfurt-Hauptbahnhof an. Info's sind auf der Webseite der BUNDjugend zu finden.

Anreise mit dem Zug

Die Anreise mit dem Zug wird empfohlen. Zielbahnhof ist "Stadtallendorf". Von dort gibt es einen Shuttle-Service zur Demo. Genaueres finden Sie auf https://www.danni-bleibt.de/anreise/.

ACHTUNG: Am 03. + 04. Oktober findet auf der Verbindung von Kassel nach Stadtallendorf Schienenerstazverkehr statt. Bitte informieren Sie sich vor Abfahrt bei der Deutschen Bahn.


Klimastreik und Demo zum Erhalt Dannenröder Forst in Bad Nauheim und Friedberg

Wir waren dabei ...


Insektenschutz auf öffentlichen Flächen und im eigenen Garten

Schlüsselblume  (Foto: BUND OV Bad Nauheim/Friedberg)

Möglichkeiten zum Insektenschutz auf öffentlichen Grünflächen und im eigenen Garten

Durch späteren Mähbeginn und verlängerte Mähintervalle kann viel für die Natur erreicht werden!

Seit einigen Jahren ist das Insektensterben in aller Munde. Der dramatische Niedergang der biologischen Vielfalt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Oft sind es schon kleine Maßnahmen, mit denen viel für die Natur erreicht werden kann. So können gemähte Grünflächen und Rasen von hoher Bedeutung für die Natur sein, wenn sich nicht zu oft gemäht werden. Das Motto lautet: Weniger mähen, mehr Leben! Zudem sollte auf Düngung verzichtet werden. An einer gepflegten Optik  muss es nicht mangeln. Die Alternative zu den „toten“ Vielschurrasen sind die Blumenrasen, die etwa 5 mal im Jahr gemäht werden. Gerade im Frühjahr sind Rasenflächen durch eine Vielzahl von Frühblühern eine Augenweide, bevor das Gras höher gewachsen ist. Arten, die jetzt um die Wette blühen, sind Gelbsterne, Blausterne, Schneestolz, März-Veilchen, Traubenhyazinte, Scharbockskraut, Schlüsselblumen. Die Blüten werden intensiv von Insekten, insbesondere erdnistenden Wildbienen, als Nahrung genutzt. Wenn man mit dem ersten Rasen-Schnitt bis Mitte – besser Ende Apri l- wartet, können diese Arten genügend Kraft für eine Blüte im nächsten Jahr sammeln. Sie vermehren sich sogar und werden jedes Jahr mehr. Durch setzen von Zwiebeln und Nachsaat mit Kräutern, wie z.B. Schlüsselblumen, kann man artenarme Grünflächen gezielt anreichern. Leider werden auch die öffentlichen Grünflächen oftmals viel zu früh und zu oft gemäht. So hat die Stadt Friedberg bereits am 23. März mit der Mahd vieler Grünflächen begonnen, obwohl der Aufwuchs noch sehr gering war. Insbesondere die Frühblüher hat es aber besonders hart getroffen. Den Spaziergängern wurde zudem die Freude an den verschiedenen Blumen genommen. Bei einem Pflegeintervall von 14 Tagen werden Blühaspekte verhindert. Jeder Mahdvorgang stellt zudem eine direkte Gefahr für Wildbienen dar, die durch die rotierenden Messer getötet werden. 

Der BUND OV Bad Nauheim/Friedberg hält weitere Informationen auf der Website bereit: Mehr Natur in der Stadt und empfiehlt: "Nutzen Sie Ihren Osterspaziergang doch einfach zur Suche nach den Blüten dieser regionalen Wiesenblumen.“


BUND-Vortrag "Mehr Natur in der Stadt" und Jahreshauptversammlung 2020

Ordnung ist das halbe Leben - die Natur ist das Ganze

Blühwiese im Kurpark Bad Homburg  (Foto: BUND OV Bad Nauheim)

Die zunehmende Naturentfremdung führe dazu, dass nicht Wenige auch im Freien alles „ordentlich und sauber“ haben wollen: regelmäßig kurzgeschorener Rasen, schlimmstenfalls „Schottergärten“ mit Plastik-/Flies-Unterlage. Etwa 40 Mitglieder und Interessierte folgten gebannt dem interessanten Vortrag „Mehr Natur in der Stadt“ von Dr. Stefan Nawrath im Alten Rathaus Bad Nauheim - anlässlich der Jahreshauptversammlung der BUND Ortsverband Bad Nauheim/Friedberg.

Dr. Stefan Nawrath zeigte zunächst anhand aktueller Studien sowie eigener Beobachtungen die globale und lokale Dimension des Niederganges der biologischen Vielfalt auf. Das Artensterben ist für die Menschheit von ähnlich hoher Bedeutung wie die Klimakrise. Durch die rege Bautätigkeit sind auch die Gemeinden Mitverursacher des Artenrückgangs und stehen daher in der besonderen Verantwortung, dem entgegenzuwirken. Im Hauptteil des Vortrages wurden Chancen aufgezeigt, wie man auf urbanen Grünflächen der Natur helfen kann. Sehr große Naturgewinne erziele man, wenn man Vielschurrasen mit jährlich bis zu 18 Schnitten in Blumenrasen mit 5 Schnitten oder Blumenwiesen mit 1 bis 2 Schnitten umwandelt. Derartige Grünflächen entwickeln sich zu Hotspots der Artenvielfalt, von der insbesondere die Insekten profitieren. Die aktuell in der politischen Abstimmung befindliche Neuauflage des Parkpflegewerkes verspiele laut Nawrath leider die Chance auf einen Paradigmenwechsel zu einer naturnäheren Grünflächenpflege. Weiterhin soll der Großteil der Parkfläche naturverödeter Vielschurrasen bleiben. Als Vorbilder könnten der historische Kurpark von Bad Homburg oder der Frankfurter Palmengarten dienen, die eine naturnahe Grünflächenpflege umgesetzt haben, zum großen Gefallen der Besucher. Leider wurde das Pflegekonzept des alten Parkpflegewerkes von 1993, das schon ausgedehnte Blumenwiesen vorsah, nie umgesetzt. Vielschurrasen sind auch aus gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten abzulehnen, da sie gegen den Geist der Landschaftspark-Idee verstoßen. Sich vor dem Hintergrund der Biodiversitätskrise für eine naturnahe Grünflächenpflege zu bekennen, wäre ein Signal für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, die neben der Gesundheit des Menschen auch die Gesundheit der Natur im Blick hat.

Nach dem Vortrag fand die eigentliche Jahreshauptversammlung des BUND Ortsverbandes statt. Stephan Hübner berichtete über die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr und Martin Düvel legte den Kassenbericht vor. Hannah Roos stellte die geplanten Aktivitäten der BUNDjugend Wetterau vor. Stephan Hübner, Martin Düvel und Stefan Nawrath wurden erneut für den Vorstand gewählt, ergänzt durch Andrea Neudeck und Isabel Rusch-Hübner als Beisitzerinnen.

Anschließend wurden die nächsten Aktionen besprochen: eine Postkartenaktion für mehr Natur in der Stadt, die Beteiligung an der Ernst-Ludwig-Buchmesse in Bad Nauheim, Aufklärungsarbeit zu naturnahen Gärten, Verbesserungsvorschläge zum Radverkehr, Stellungnahme zum Parkpflegewerk und die Mitgliedschaft in der BI Skiwiese.

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Schluß mit Pestiziden

Aktionsgrafik: Das Schweigen der Lerchen  (Foto: BUND)

Pestizide sind entscheidend am Sterben ganzer Bienenvölker beteiligt. Insbesondere die Neonikotinoide schwächen das Immunsystem der Honigproduzenten und machen sie anfällig für den Befall von Milben und Viren. Außerdem verlieren sie ihre Orientierungsfähigkeit, so dass sie nicht mehr zu ihrem Volk zurückfinden. Ein großes Problem – denn als wichtige Bestäuber sichern Bienen 35 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel. Auch das Vogelsterben in der Agrarlandschaft wird durch diese Pestizide verursacht, denn auch andere Insekten, die Nahrung vieler Vogelarten, werden getötet.