Hier werden die Sensen vorbereitet und an die Körpergröße angepasst
(Foto: BUND OV Florstadt)
Am Samstagmorgen um 9 Uhr schauten die Teilnehmenden am Sensenkurs erwartungsvoll auf den Stapel von Material, das der Kursleiter Stefan mitgebracht hatte. Der erste Teil war also Werkzeugkunde.
So konnte man lernen, dass es sehr verschiedene Sensen gibt - für struppige Streuobstwiesen bis hin zum feinsten Rasen. Alle wählten also unterschiedliche Schneiden und bauten die Sensen zusammen und wurden mit Schleifsteinen ausgerüstet.
Dann ging es auf der Hochzeitswiese am Nidda-Ufer in Nieder-Florstadt an die Praxis. Wir ernteten viele verwunderte, aber auch interessierte Blicke der vorbei Radelnden. Gutes Werkzeug ist sehr hilfreich – trotzdem ging das Mähen ganz schön in die Arme. Wir hatten aber viel Spaß und hatten auch Erfolg.
Nach der Mittagspause ging es um das Dengeln. Dabei soll die Schneide der Sense so behämmert werden, dass sie vorne wieder ganz dünn und scharf wird. Es wurden verschiedene Techniken vorgestellt, die wir dann ausprobieren konnten. Das braucht einige Konzentration, war aber nach der Armarbeit eine nette Abwechslung. Allerdings war das Gehämmer ziemlich laut, so dass nach und nach immer mehr Leute wieder zur Sense griffen.
Das ist einer der großen Vorteile des Sensens: es macht keinen Lärm. Außerdem schont es die Tiere und die Pflanzen. Gerade auf der Streuobstwiese kann man sie sehr gut einsetzen.
Im Laufe der Zeit erlahmten aber doch die Kräfte. Erschöpft, aber zufrieden gingen alle am Nachmittag nach Hause.