Störche am Himmel bei Altenstadt-Lindheim
(Foto: Werner Neumann)
Altenstadt - 10. August 2020
Jagd auf Feldhasen und Rebhühner einstellen!
Der Kreisverband Wetterau des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) widerspricht der von einzelnen Jägern in der Wetterauer Zeitung vom 5. August geäußerten Auffassung, dass es in der Wetterau bereits zu viele Störche gäbe. Dr. Werner Neumann, Vorsitzender des BUND Wetterau: „Alle Tierbestände, auch die des Weißstorchs, werden durch die Lebensraumkapazität begrenzt. Wir sollten uns freuen, dass der Weißstorch in der Wetterau wieder zugenommen hat, denn dies ist ein Anzeiger für die ökologische Qualität unserer Auengebiete.“ Dies habe sich gezeigt, als sich über 60 Jungstörche bei Altenstadt Lindheim (Siehe Foto) versammelt haben, um sich für den Zug nach Afrika vorzubereiten.
Die Sorge, dass die Weißstörche seltene Arten wie Kiebitz, Rebhuhn oder Feldhase gefährden, teilt Dr. Neumann nicht. Wie alle Vogelarten fressen die Störche, was sie leicht erbeuten können: Zu ihrer Nahrung gehören Kleinsäuger, vor allem Mäuse, Froschlurche, Eidechsen, Schlangen, Fische, große Insekten und Insektenlarven sowie Regenwürmer. Gelegentlich frisst er auch Aas. Erwachsene Feldhasen und Rebhühner gehören nicht zum Speiseplan des Weißstorchs. In seltenen Fällen können Eier von Bodenbrütern und theoretisch auch Jungtiere seltener Arten erbeutet werden. Da seltene Arten aber leider selten sind, kann dies nur ausnahmsweise geschehen.
„Der Storch gefährdet keine seltenen Arten“, stellt Dr. Werner Neumann vom BUND Wetterau fest, „Problematischer ist insbesondere für Rebhühner und Feldhasen in dieser Hinsicht die Jagd, die auf diese Tiere eingestellt werden sollte! “
Dr. Werner Neumann, Vorsitzender des BUND KV Wetterau: Tel.: 0172 - 6673815