Alte Tradition eines gemeinschaftlichen Ausflugs lebt wieder auf
Sommer 2015
Schon vor 20 Jahren haben die Mitglieder des BUND Kreisverbands Wetterau jährlich einen Ausflugsziel in der Region für ihre Wanderungen auserkoren. Aus verschiedenen Gründen war diese Tradition in den letzten Jahren eingeschlafen.
In diesem Jahr jedoch hatte dieser Dornröschenschlaf sein Ende – mehr als 120 BUND-Mitglieder und deren Gäste machten sich auf, um mit den Wagen der Eisenbahnfreunde die Wetteraue zu durchqueren.
Während der einstündigen Fahrt des Zugs von Bad Nauheim bis Münzenberg waren Jürgen Hutfiels vom BUND Kreisverband und Rudi Nein, Umweltbeauftragter der Stadt Bad Nauheim, diejenigen, die die Eigenarten der verschiedenen Naturschutzgebiete beschrieben haben.
Vorbei an fünf belegten Storchennestern wurden die Teilnehmer darüber informiert, welche Gründe ausschlaggebend waren, die einzelnen Gebiete unter Naturschutz zu stellen.
Am Beispiel des geplanten Baugebiets „Burgweg“ der Gemeinde Rockenberg verdeutlichte Jürgen Hutfiels, welch riesige Flächen an Grünland, Streuobst und Äckern den nicht immer nachvollziehbaren Ideen von Kommunalpolitikern zum Opfer fallen. So soll zwischen Rockenberg und Oppershofen östlich des Großmarkts ein Baugebiet für Projekte entstehen, die auch innerorts vorgenommen werden könnten.
In Münzenberg wurden die Ausflügler von Peter Hünner und Dr. Reinhard Patrzich in einer knapp zweistündigen Exkursion um das Naturschutzgebiet „Salzwiesen von Münzenberg“ geführt. Die kompetenten Experten gaben Informationen zur Geologie, Flora und Fauna dieses herrlichen Stückchens Erde.
Für die aktiven Naturschützer war interessant zu hören, dass bei auswärtigen Gästen die Wetterau nur mit großflächigen Ackerlandschaften in Verbindung gebracht wird. Daher war es besonders eindrucksvoll, die Auenlandschaft der Wetter präsentieren zu können.
Nach der Rückkehr in Bad Nauheim waren sich wohl alle einig, ein gelungener Ausflug, noch dazu bei schönem Wetter, mit der Museumseisenbahn durch die Natursschutzgebiete an der Wetter. Es wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein.
Jürgen Hutfiels / Dieter Kurth