BUND OV Rosbach - Aktivenausflug des BUND Rosbach in die Rhön

05. Mai 2026 | Grünes Band, Landwirtschaft, Lebensräume, Moore, Rosbach

BUND OV Rosbach - Aktivenausflug 2026 Die BUND-Aktiven mit Jürgen Holzhausen, der mit ihnen eine Führung durch das Schwarze Moor im bayrischen Teil der Rhön machte.  (Foto: Uwe Steib / BUND OV Rosbach)

Der Aktiven-Ausflug des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsverband Rosbach vom 25. bis zum 26.April 2026 ging diesmal in die Rhön und war wieder ein Highlight des Jahres. 12 derer, die im BUND Rosbach aktiv die Arbeit des Ortsverbands umsetzen, fuhren ins Biosphärenreservat, um einige Hotspots zu besuchen – alle im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes.So besuchte die Gruppe zuerst Schäferin Julia Djabalameli, die selbst im BUND aktiv ist und u.a. die typischen Rhön-Schafe und Ziegen auf ihrem Hof aus dem 19. Jahrhundert hält. Die Rhön-Schafe standen mal auf der roten Liste und erst durch Initiative des BUND wurden die „Landschaftsgärtner“ wieder in der Rhön heimisch - und durch die erfolgreiche Vermehrung wieder von der roten Liste genommen. Kennzeichnend ist der schwarze, bis hinter die Ohren unbewollte Kopf und die weißen Beine. Wer wollte, konnte die Lämmer mal kuscheln oder im eigenen Schäferin-Wollladen Gestricktes erwerben.

Auf dem Weg zu ihrem Bio-Hotel besuchte die Gruppe noch die Fulda-Quelle und die Wasserkuppe – Hessens höchsten Berg.

Am Abend gab es eine Führung im Sternenpark mit der Expertin und BUNDlerin Sabine Frank, die sich in der Rhön sehr stark und erfolgreich gegen die Lichtverschmutzung einsetzt und dafür auch vom BUND Hessen 2025 ausgezeichnet wurde. Bei wolkenfreiem Nachthimmel wurden die Sternenbilder untermalt mit Gedichten und Bildern präsentiert. Gezeigt wurde in den 2,5 Stunden auch, wie man den Polarstern und viele weitere Sterne findet und wo der Unterschied zwischen Sternen und Planeten liegt.

Am 26.April trafen sich die BUND-Aktiven mit Jürgen Holzhausen, der mit ihnen eine Führung durch das Schwarze Moor im bayrischen Teil der Rhön machte. Dabei durften die Teilnehmer auch mal ein Moor-Fußbad nehmen. Auf dem Naturpfad in Form eines Holzbohlenwegs erfuhr die Gruppe viel Wissenswertes, wie den Unterschied zwischen Hochmoor und Niedermoor, geschmückt mit vielen Anekdoten und Geschichten – so auch die Geschichte des angrenzenden Reichsarbeitsdienst-Lager Hochrhön und über die Moorleiche, die man im Schwarzen Moor gefunden hat. 

Eine Abschluss-Wanderung führte noch an die Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern mit Resten der Zonengrenze und einem ehemaligen Wachturm - und somit auch ans Naturmonument „Grüne Band“, an dem der BUND nicht ganz unbeteiligt ist. Nicht weit entfernt gibt es das Drei-Länder-Eck Hessen-Thüringen-Bayern. Mehr zum „Grünen Band“ entlang der ehemaligen Zonengrenze von Nord nach Süd findet man unter https://www.bund.net/gruenes-band.

Kritisch zu sehen ist der Umgang der aktuellen CDU-Regierung Hessens mit dem hessischen Teil des Naturmonuments „Grünes Band“. die der Meinung ist, dass der Erhalt des Grünen Band nicht vom Land Hessen geschützt werden muss. Einen Artikel zu den Schritten der CDU ohne Not findet sich unter https://www.hessenschau.de/politik/landtag/durchschneidet-der-cdu-landwirtschaftsminister-das-gruene-band-v1,streit-naturschutz-reform-gruenes-band-100.html

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