Links im Bild: Uli Loos bestimmt mit einem Jungen die Wasserqualität
(Eckhard Neitzel / BUND KV Wetterau)
Mit einer Exkursion zur Mündung des kleinen Gewässers in die Nidda hat der OV Karben/Niddatal das Interesse an der Natur geweckt. Am 26.Oktober 2025 machten sich bei leichtem Regen und viel Wind zwei Familien zusammen mit 2 BUND-Mitgliedern auf den Weg zur Mündung des Heitzhöfer-Bachs in die Nidda.
Eltern und Kinder stocherten im Bachboden, um die Lebewesen im Wasser aufzuscheuchen und unter den Steinen hervorzulocken. Oder mit dem Becher eine erste Probe aus dem Wasser zu schöpfen.
Wir halfen beim Benennen und Analysieren der gefundenen Kreaturen mit Hilfe einer mitgebrachten, mit Zeichnungen versehenen Infotafel der ortsüblichen Wasserlebewesen. Neben der Köcherfliegenlarve wurden auch Flohkrebse, Wasserasseln, Egel und Mückenlarven mehrere leere Muschelschalen gefunden. Für die Bestimmung der Wasserqualität hatten wir den vom Kreisverband gekauften Laborkoffer, den alle Ortsverbände ausleihen können, mitgebracht.
Die Ergebnisse der Wasserproben waren nach dem Regen der vergangenen Tage entsprechend den Erwartungen. Der Regen hatte die Wasserqualität gemindert, da nicht nur Dreck und Staub von den Straßen und Blätter in die Bäche gespült wurden. Vor allem aber wurden Düngemittel aus den angrenzenden Feldern herausgelöst. Dementsprechend waren die die Nitrit- und Nitratwerte kritisch. Insgesamt hat der Heitzhöferbach eine nicht so gute Qualität.
Leider mussten wir feststellen, dass der im Frühjahr noch intakte Biberdamm mittlerweile zerstört wurde, was natürlich aufgrund des Schutzstatus des Bibers gemäß BNatschG verboten ist.