Über uns
Der BUND Ortsverband Karben wurde 1986 gegründet.
Der Name des Vereins klingt nach Berliner Politik, steht aber für die Worte „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland“. Der BUND ist davon überzeugt, dass die Natur nicht allein wirtschaftlichen Interessen dienen darf, und setzt sich deshalb für den Natur- und Artenschutz ein. Themen, die uns bewegen sind zum Beispiel der Klimawandel, das Artensterben oder die Massentierhaltung.
Auf Bundesebene setzen wir uns für das „grüne Band“ ein. Dies ist die ehemalige innerdeutsche Grenze, auf der viele Pflanzen und Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, ohne Einfluss des Menschen überleben konnten. Dies unterstützt der Ortsverband finanziell. Der Grenzstreifen ist inzwischen zum Naturschutzgebiet geworden.
Auf Landesebene setzt sich der BUND für den Erhalt der Wildkatze ein. Durch Flächenkäufe und Anpflanzungen werden Waldgebiete so miteinander verbunden, dass die Wildkatzen gefahrlos wandern können. Wir beteiligen uns finanziell.
Derzeit pflegen Mitglieder des Ortsverbands drei Streuobstwiesen. Diese bieten vielen Tierarten einen Lebensraum und liefern uns leckere, gesunde und ungespritzte Früchte von Obstbäumen verschiedener Arten und wenig bekannter Sorten. Das Obst wird für den Eigenbedarf oder zum Keltern geerntet.
Auf Initiative des BUND wird seit 1994 im September auf dem JUKUZ-Gelände das Kelterfest gefeiert. Es soll auf die Bedeutung der Streuobstwiesen hinweisen. Die Besucher können bei Musik eine Apfelpresse ausprobieren und Kuchen, frischen Süßen, Obstbrände, Ebbelwoi sowie Grillwürste genießen.
Ende Januar findet traditionell unter dem Titel „Wer hat das beste Stöffche?“ ein Wettbewerb für Hobbykelterer von Ebbelwoi statt.
Die Zerstörung der Natur macht an den Stadtgrenzen von Karben keinen Halt. Als Naturschutzverband kann der BUND (wie auch der NABU) Stellungnahmen zu allen Bebauungsplänen in Karben und Niddatal abgeben. Auch dies ist eine Möglichkeit, mit Ideen dem Artensterben und dem Klimawandel zum Beispiel durch Dachbegrünungen und Solaranlagen entgegenzuwirken.
Die Herkulesstaude, wurde von aktiven Mitgliedern jahrelang erfolgreich bekämpft, weil sie heimische Pflanzen verdrängt. Um die Verbreitung von Nahrungspflanzen für Wildbienen und Schmetterlinge zu fördern, bot der BUND viele Jahre an einem Samstag im Mai – teilweise vom Aussterben bedrohte – Stauden zum Verkauf an.
Jedes Jahr bietet der BUND Ausflüge in die Region an. 2019 fanden 4 Ausflüge statt: nach Wiesbaden zur Eiszeit Ausstellung, entlang des Heitzhöfer Bachs von Rodheim nach Karben, nach Schotten ins Vulkaneum und zur Geologische Hecke sowie zur Vogelbeobachtung am Pfaffensee bei Reichelsheim.
1986 hat der BUND eine Bachpatenschaft für Teile des Heitzhöfer Bachs übernommen. 1996 wurde er mit viel Einsatz des Ortsverbands renaturiert. Jetzt wurde in Karben die Nidda renaturiert. Leider ist dem Artenschutz damit nicht genug geholfen. Viele Kleinlebewesen und Fische leiden darunter, dass der Kläranlage die vierte Reinigungsstufe fehlt; denn es gelangen weiterhin zu viele Schadstoffe in die Nidda.