BUND Ortsverband Altenstadt pflanzt Bäume für die Ehrenbürger
Im November 2025 wurden durch den BUND Ortsverband Altenstadt zwei Bäume gepflanzt und am 10. Juni 2026 gemeinsam mit Bürgermeister Dominic Imhof mit Stelltafeln eingeweiht.
Am Sportplatz Höchst beim Naturschutzgebiet Buschwiesen von Höchst eine Flatterulme für den Ehrenbürger Karl Winther
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Der BUND würdigt Ihre Verdienste für Umwelt- und Naturschutz und das gemeinschaftliche Zusammenleben in Altenstadt.
Portrait und Nachruf auf Karl Winther von Kurt Jungkind
Im Februar 2023 starb Karl Winther, Ehrenbürger von Altenstadt im Alter von 94 Jahren. In danach geführten Gesprächen wurde klar, dass viele Mitbürger nicht wissen, was seine besondere Leistung eigentlich war. Das trifft auch auf Naturschützer zu. Das mag daran liegen, dass viele der Ereignisse schon 40 – 50 Jahre zurück liegen. Gleichwohl haben sie nichts an Bedeutung verloren. Dies ist genug Anlass noch einmal daran zu erinnern.
Karl Winther war gelernter Maschinenschlosser und Technischer Kaufmann. Der Hobby-Ornithologe und Umweltschützer bewirkte bereits 1972, dass die Buschwiesen von Höchst unter Naturschutz gestellt wurden. Im gleichen Jahr war er an der Ausweisung des „Bruch“ von Heegheim als Naturschutzgebiet beteiligt.
Die vor Lindheim liegenden Gebiete „Rußland“ und „Kuhweide“ sind ökologisch besonders wertvoll und bieten insbesondere gefährdeten Vogelarten ein Rückzugsgebiet. Mit Unterstützung von Karl Winther wurde es 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mit einer Fläche von über 220 Hektar ist es das größte im Wetteraukreis. In der Folge war er an der Unterschutzstellung von vielen weiteren Gebieten im gesamten Wetteraukreis und über die Kreisgrenzen hinaus beteiligt.
So wurde auch die beim Bau der A45 durch Basaltabbau entstandene, gegenüber des Altenstädter Ortsteils Rodenbach gelegene Grube, nicht wie vorgesehen mit Müll verfüllt, sondern unter seiner Mithilfe als “Basaltsteinbruch von Heegheim“ unter Schutz gestellt.
Seine Tätigkeit als „Kreisbeauftragter für Vogelschutz“ und der wissenschaftliche Auftrag der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), wirkten sich auch auf die Aktivitäten der Altenstädter Naturschutzgruppe (heute NABU) aus. Mit tatkräftigem Einsatz des Vereins inklusive der Jugendgruppe wurden umfangreiche Kartierungsmaßnahmen durchgeführt und so erst die Grundlage für eine Übersicht der Art und Verteilung von Tieren und Pflanzen geschaffen.
Im 1980 trat das Hessische Naturschutzgesetz in Kraft. Von den Landkreisen wurden Naturschutzbeiräte berufen. Karl Winther gehörte dem Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde des Wetteraukreises von seiner Gründung 1981 bis 1998 an.
1980 war er der erste Preisträger des Umweltschutzpreises des Wetteraukreises.
2001 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Karl Winther war zudem an der Neugründung von zwölf Naturschutzgruppen beteiligt. Das Alles hat er im Ehrenamt getan und bewirkt.
Was bleibt:
Er hat mitbewirkt, dass die biologische Vielfalt in unserer Großregion erhalten bleibt. Durch die Unterschutzstellung gehören viele der von ihm ausgewiesenen Flächen heute zum Europäischen NATURA 2000 Schutzgebiet-Netzwerk, unterliegen der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie. Beide Richtlinien sind verbindlich umzusetzendes EU-Recht. Sie bezwecken den Erhalt der biologischen Vielfalt durch Schutz, Pflege und Entwicklung der Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten. Sein Ziel, ein Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau zu schaffen, wurde Realität. Die Verordnung über das “Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau“ ist am 20.01.2015 in Kraft getreten. Der Auenverbund umfasst Gebiete in den Landkreisen Wetterau, Gießen und Main-Kinzig.
Beim Kloster Engelthal für die Ehrenbürgerin Elisabeth Johann
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Portrait und Lebensgeschichte von Elisabeth Johann von Dr. Angela Vogel
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