Gartenabfälle gehören nicht in die Landschaft!

In der Nähe von Kleingartenanlagen und an Siedlungsrändern findet man oft kleine und große Haufen von Gartenabfällen. Zum Teil haben sich schon Plätze herausgebildet auf denen kontinuierlich größere Mengen von Rasen-, Baum- und Heckenschnitt abgelagert werden.

Oft ist diese Handlungsweise nichts anderes als einfache und schnelle Abfallbeseitigung mit der man den eigenen Garten "sauber" hält, manchmal liegt aber auch ein großes Missverständnis zugrunde: Viele Menschen glauben, dass diese Abfälle im Wald, am Bachlauf oder an der Wiese schadlos dem natürlichen Kreislauf ausgesetzt werden können.

Sicherlich verrotten diese Abfälle langfristig, doch sie schaden mehr als sie nützen. Es ist ein großer Unterschied zwischen dem natürlichen Absterben und Verrotten von Blättern, Ästen und Pflanzen und dem ungeordneten massenweisen Ausbringen von Pflanzenmaterial. Abgestorbenes, am Ort gewachsenes Pflanzenmaterial gibt dem Boden zurück was vorher entnommen wurde. Zusätzliche Materialien führen zu einer Überdüngung des Bodens und verändern die natürlich vorkommende Pflanzengesellschaft. Dadurch können sich stickstoffliebende Pflanzen, wie z.B. die Brennessel ansiedeln und stark ausbreiten, dagegen werden seltenere Pflanzen unterdrückt.

Wir appellieren daher eindringlich an alle Gartenbesitzer auf diese Art der Abfallentsorgung zu verzichten. Die Kommunen, auch die Stadt Bad Vilbel, bieten regelmäßige Termine (s. Entsorgungsplaner) an, an denen kostenlos sowohl die Biotonne als auch der gebündelte Baum- Hecken- und Grünschnitt abgeholt werden. Die einfachste und beste Art ist allerdings die Kompostierung im eigenen Garten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsverband Bad Vilbel, berät gerne.



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