Ansprechpartner im BUND OV Altenstadt / Limeshain / Glauburg

Dr. Werner Neumann
Stammheimer Str. 8b
63674 Altenstadt

Tel: 06047 68139
Email

>>> Chronik des BUND-Ortsverbandes Altenstadt/Limeshain/Glauburg
- 25 Jahre aktiv für den Schutz von Umwelt und Natur -

Einladung: 3.6.2018 Pfingstkonzert des BUND und NABU Altenstadt 2018

Die Altenstädter Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU laden ein zum traditionellen Benefizkonzert. Es findet in diesem Jahr statt am

Sonntag, 3. Juni 2018 um 17:00 Uhr in der St. Nikolai-Kirche in Altenstadt.

Es spielen Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und Gäste.
Der Eintritt ist frei.

Programm:

- Streichtrio B-Dur 417 von Franz Schubert aus dem Jahr 1816.
-
Bläserquintett C-Dur opus 79 von August Klughardt, komponiert um 1898.
-
Serenade Nr. 1 D-Dur opus 11 von Johannes Brahms aus dem Jahr 1860, arrangiert für Dezett von Chris Nex.

Spenden sind erbeten für den Verein Kinderhilfe im Jemen e.V.
Hintergrund:

Die Lage von Kindern ist in allen Kriegsregionen besonders schlimm, neben Verletzung und Tod leiden die Überlebenden an Kriegstraumata. Die Lage im Jemen hatte sich besonders zugespitzt, da neben Zerstörung von Städten und der Landwirtschaft auch noch die weltweit größte Cholera-Epidemie ausgebrochen ist.
Der Verein Kinderhilfe Jemen e.V. hat schon im Jahr 2003 begonnen, Kindern und Jugendlichen zu helfen, durch Aufbau einer Schule in der Stadt Taizz. Es wurde Waisenkindern geholfen, ein Krankenhaus aufgebaut. Glücklicherweise sind die von der Kinderhilfe Jemen aufgebauten Strukturen noch nicht vom Krieg erfasst worden. Der Krieg zwischen Regierungstruppen und sog. „Rebellen“ gilt als Stellvertreter-Krieg zwischen Saudi-Arabien und Iran. Menschen werden getötet, Kulturdenkmäler zerstört.
Da mag mancher fragen, was uns in Deutschland neben den allgemeinen Zielen der Humanität dieser Krieg besonders angeht.
Im Jahr 2017 wurden Rüstungsgüter aus Deutschland im Wert von 1,3 Milliarden Euro an Länder, die am Jemen-Krieg beteiligt sind, durch die Bundesregierung genehmigt. Das Benefizkonzert soll daher auch ein Zeichen setzen, dass im Jemen Frieden einkehrt und aus Deutschland Hilfe zu den Kindern in den Jemen kommt anstelle von Waffen deutscher Metallfirmen.

>>> Pressemeldung

Mitbestimmen bei der Zukunft in Altenstadt – Ergebnisse Bürgerbeteiligung für Oberau Süd III

Im Süden von Oberau steht die Planung für ein großes Baugebiet von ca. 170 neuen
Wohneinheiten an. Bis zu 1000 neue Mit-Bürger/innen sollen dort ein neues Heim finden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland - Ortsverband Altenstadt organisierte drei öffentliche Diskussionsveranstaltungen am 26.10., 2.11. und 23.11. an.
Erstmalig erfolgte eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung für die Zukunftsplanung in Altenstadt. Diese wird gefördert durch das Projekt "Mitmischen – Gemeinsam Demokratie leben in Büdingen und Altenstadt".

Bauleitplanung der Gemeinde Altenstadt

Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplanentwurf für das Baugebiet Oberau Süd III

Ergebnis der Bürgerbeteiligung – Veranstaltungen des BUND Altenstadt, gefördert durch „Demokratie leben e.V.“ – Stellungnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung Vorschläge Altenstadt, 23. November 2017

Die Unterzeichner/innen bitten den Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung diese Vorschläge bei der weiteren Planung und ihrer Beschlussfassung zu berücksichtigen. (Unterschriftenliste wird aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht)

1. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans soll die Grünfläche südlich des Friedhofs Oberau in eine Baufläche für Wohnungen geändert werden. Wir schlagen vor, diese Fläche größtenteils als Pufferfläche zu den angrenzenden Schutzgebieten des Naturschutzes zu erhalten und zu prüfen, wie dort ein Erholungsgebiet für künftige Bewohner geschaffen werden kann. Diese Fläche könnte auch als Reserve für eine etwaige Kindertagesstätte bzw. öffentliche Einrichtung / Mehrgenerationen-Treffpunkt dienen.

2. Im Rahmen der Erörterung der Vorlagen zeigte es sich, dass die Angaben zur Anzahl künftiger Bewohner sehr unterschiedlich gesehen werden. Die Werte liegen zwischen 700 und 1400. Sehr wahrscheinlich ist mit 1100-1200 Bewohnern zu rechnen. Wir schlagen vor, dies erneut zu prüfen, da hiervon die Infrastrukturinvestitionen abhängen.

3. Zahlreiche Bürger/innen haben sich in der Beteiligung für die Schaffung eines „Mittelpunktes“, eines Treffpunktes, verbunden mit zentralen Einrichtungen, Bereitstellung von öffentlichen Räumen für Bürger/innen, Vereine etc., eines Cafés, eines Kioskes im Zentrum des Neubaugebietes eingesetzt. Ziel ist es, eine öffentliche Gemeinschaftseinrichtung zu schaffen, die auch einer Verbindung und Integration der Menschen zwischen den bestehenden und dem Neubau-Gebiet dient. Dieser Treffpunkt sollte auch mit einer entsprechenden Begrünung/ Sitzgelegenheiten verbunden sein. Die Bauplanung sollte dies vorsehen.

4. Auch wenn auf den Grundstücken Flächen für Begrünung vorgesehen ist, ist es fraglich in welcher Weise diese umgesetzt wird, da keinerlei Kontrolle erfolgt. Deshalb ist eine öffentliche Begrünung der Straßenzüge erforderlich.

5. Es sollte zumindest ein weiterer Fuß/Rad-Weg in west-östlicher Richtung innerhalb des Baugebietes eine Querverbindung schaffen. Damit können (wie in Oberau Süd II zu sehen) bessere nachbarschaftliche Beziehungen ermöglicht werden.

6. Es sollten Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen, generationenüber-greifenden Wohnen, auch auf genossenschaftlicher Basis (Zweckbindung) geschaffen werden.

7. Zur Infrastruktur sind zahlreiche Fragen noch offen (Schreiben der Gemeinde an BUND vom 22.11.17, bei Aktuelles www.altenstadt.de). Wir bitten um Prüfung folgender Fragen und schlagen vor, dass eine erneute öffentliche Beteiligung der Bürger/innen erfolgt (evtl. Bürgerversammlung), wenn die Vorlagen erstellt wurden:

a. Abwassersystem. Prüfung einer teilweisen oder gesamten Einführung eines Trennsystems. Bau von Rigolen und Versickerung. Es sollte verhindert werden, dass Mischwasser bei Starkregen in die Nidder gelangt.

b. Energieversorgung. Technisch/wirtschaftlicher Vergleich von „kalter Fernwärme“ mit elektrischen Wärmepumpen und Tiefenbohrungen im Grundwasserbereich mit der Realisierung von Passivhäusern, die kaum noch beheizt werden müssen.

c. Verkehrskonzept. Busverbindung, Einrichtung von gemeinschaftlicher Nutzung von E-Fahrzeugen, Car- und BIKE-sharing.

Mitbestimmen bei der Zukunft in Altenstadt – BUND bietet Bürgerbeteiligung für Oberau Süd III an

Im Süden von Oberau steht die Planung für ein großes Baugebiet von ca. 170 neuen
Wohneinheiten an. Bis zu 1000 neue Mit-Bürger/innen sollen dort ein neues Heim finden.

Wir bieten Ihnen MITWIRKUNG an! Wie dicht soll gebaut werden? Wie ist die Verkehrsanbindung, wie soll mit Energie und Wasser versorgt werden? Wo gibt es Spielplätze, zentrale Treffpunkte usw.? Sollen Grünflächen erhalten werden oder bebaut werden?
 
Hierzu legt die Gemeinde Altenstadt den Entwurf der Änderung des Flächennutzungsplanes sowie den Bebauungsplan mit allen Unterlagen in der Zeit vom 23.10. bis 24.11. aus. Die Unterlagen können bei der Gemeindeverwaltung als auch im Internet eingesehen werden.
 
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland - Ortsverband Altenstadt organisiert drei öffentliche Diskussionsveranstaltungen. Nach dem Auftakt am 26.10., bei dem der B-Plan erläutert wird, werden am 2.11. und 23.11. weitere Veranstaltungen stattfinden – jeweils von 18:30 h – 21:00 h in der Altenstadthalle.
 
Erstmalig erfolgt eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung für die Zukunftsplanung in Altenstadt. Diese wird gefördert durch das Projekt "Mitmischen – Gemeinsam Demokratie leben in Büdingen und Altenstadt".

Die Bundestagswahl ist vorbei – Nun können Sie direkt mitwirken. Bis zum 24.11. können alle Altenstädter Bürger/innen Vorschläge einbringen.

Stellungnahmen des BUND:

 

Förderhinweis:

Mitmischen – Gemeinsam Demokratie leben in Büdingen und Altenstadt

Großer Erfolg beim Benefizkonzert zugunsten von PaMuKi in Altenstadt

Sicherlich haben die exzellenten Darbietungen des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters dazu beigetragen, dass eine Spendensumme von 845 € nunmehr an das Familienzentrum PaMuKi e.V. in Altenstadt überreicht werden konnte.

Das traditionelle Pfingstkonzert, gemeinsam mit der ev. St. Nikolai-Gemeinde veranstaltet von den beiden Altenstädter Umwelt- und Naturschutzverbänden BUND und NABU, bot ein abwechslungsreiches Programm. Zum Auftakt wurde das Bläserquintett F-Dur von Georges Onslow, dem „französischen Beethoven“ aufgeführt, mit einer Besetzung mit Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn. Kernstück des Konzertes mit sieben Sätzen war die Serenade D-Dur von Ludwig van Beethoven. Obwohl nur mit drei Streichinstrumenten (Violine, Viola, Violoncello) besetzt, bot das Stück Klangfülle und Einfallsreichtum. Man hört Märsche, Aufzüge, Tänze und ein Abendliedchen. Zum Abschluss spielten alle Mitglieder des Orchesters ein Nonett von Louise Farrenc, der bedeutendsten Komponistin des 19. Jahrhunderts. Manch ein Satz vermittelte den Eindruck, als ob schon im Jahr 1849 die Musik für Filme heutiger Zeit geschrieben wurde.

Besonders erfreut zeigte sich Eugenia Pellegrini vom Familienzentrum PaMuKi über die große Spendenbereitschaft. Der Verein, der speziell Familien mit Babys und Kleinkindern unterstützt, wird die Spenden für die offenen Angebote von PaMuKi verwenden – Elternfrühstück, Elternsprechstunde, Kurzzeitbetreuung und gemeinsame Spielplatzbesuche. Für die „Elternbegleitung PLUS“ wurde PaMuKi als eine von 100 Einrichtungen bundesweit als Modellstandort des Bundesfamilienministeriums ausgewählt. Das Angebot von PaMuKi kann von allen Altenstädter Familien genutzt werden, besonders auch von denen mit geringem Einkommen und von Flüchtlingen mit kleinen Kindern. Gerade da es immer schwerer wird, Termine bei Hebammen zu finden, wird die Begleitung durch PaMuKi immer wichtiger. 

 

 

Eugenia Pellegrini, Swetlana Schwabenland, Barbara Unger von PaMuKi, Karl Ventulett (Fagott) und Dr. Werner Neumann (BUND) f reuen sich über den Spendenerfolg des Benefizkonzerts

Einladung: Pfingstkonzert des BUND und NABU Altenstadt 2017

Benefizkonzert Pfingstmontag 5. Juni 2017, 17.00 h St.Nikolai-Kirche - Altenstadt

Programm

George Onslow (1784-1853):Bläserquintett F-dur, op. 81 Nr. 3 (1852)

- Allegro non troppo - Scherzo (Energico)
- Andante sostenuto
- Allegro spirituoso

Ludwig van Beethoven (1770-1827): Serenade D-Dur, op.8 (1797) für Violine, Viola und Violoncello

1. Marcia. Allegro
2. Adagio
3. Menuetto. Allegretto
4. Adagio – Scherzo. Allegro molto
5. Allegretto alla Polacca
6. Tema. Andante quasi Allegretto
7. Marcia. Allegro

……………..(Pause)

Louise Farrenc (1804-1875): Nonett op.38 (1849)

-Adagio, Allegro -Andante
-Scherzo
-Adagio, Allegro

Es spielen

Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und Gäste

Eintritt frei - Spenden erbeten zugunsten von

PaMuKi Familienzentrum e.V. – Altenstadt

Es laden ein

BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Ortsgruppe Altenstadt

NABU Naturschutzbund Deutschland - Gruppe Altenstadt e.V.

BUND Altenstadt protestiert gegen die Fällung eines 100 jährigen Baums

Pressemeldung 28.12.2016

BUND Altenstadt protestiert gegen die Fällung eines 100 jährigen Baums

Am Mittwoch, 28.12.2016 erfolgte die Fällung einer großen Weide, die am Bahnhof Altenstadt, neben der großen Kastanie beim Bahnhofsgebäude ein markantes Zeichen gesetzt hatte. Mit meterlangen Zweigen, die wie Haar herunterhingen stellte der Baum ein Wahrzeichen Altenstadts dar. Vor einigen Jahren hatte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegenüber dem früheren Grundstückseigentümer, der Bundesvermögensverwaltung, erfolgreich für den Erhalt der Weide eingesetzt.

Nun war der Baum dem Investor Schaible, der dort neue Wohnhäuser baut, im Wege. Wie man hört, war eigentlich mit der Gemeinde Altenstadt vereinbart, dass der Baum stehen bleiben soll, zumal auch nach dem Fällen kein Zweifel an der Standfestigkeit des Baums festzustellen war. Aber über die Feiertage hinweg ging nun alles ganz schnell. Ein Biologe hatte ein Gutachten erstellt und angeblich keine schützenswerten Vögel oder Käfer gefunden und schon ging der Auftrag zum Baumfällen hinaus. Nachfrage des Ortsverbandes des BUND bei der Fachfirma ergab, dass es durchaus auch möglich gewesen wäre, den Baum nicht zu fällen, sondern nur teilweise einzukürzen: Dies wären sogar für die künftigen Bewohner der Häuser besser gewesen, denn nun gibt es keinen Schatten mehr auf der Südseite.

Für den Vorsitzenden des BUND Ortsverbandes Dr. Werner Neumann, der sich sofort ein Bild vom dem Desaster machte, ist vor allem ärgerlich, dass sich wohl niemand Alternativen zur kompletten Fällung des über 100 Jahre alten Baumes gemacht hat. Neumann ist besonders erstaunt, dass die untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises zugestimmt hat, denn es gab immer wieder Vorschläge, diesen Baum als Naturdenkmal einzustufen. Dann wäre die Fällung sogar verboten worden. Das biologische Gutachten hat aber anscheinend nur geprüft, ob im Baum noch Tiere hausen, aber nicht, welche Alternativen zum Verbleib des bedeutsamen Baumes bestehen. In solch markanten Fällen wäre es nach Auffassung des BUND auch sinnvoll, den Naturschutzbeirat des Wetteraukreises zuvor einzubeziehen.

Enttäuscht ist der BUND zudem, weil es schon vor Jahren immer wieder scharfe Diskussionen über Baumfällungen in Altenstadt gegeben hatte. So bei der Fällung der Linde am Bahnhof Lindheim durch die Bahn, so bei der Schwarzpappel am Sportplatz, die weichen musste, weil der Radweg leicht durch die Wurzeln angehoben worden war.

Die Kastanie am Bahnhof konnte vor den Bautrupps der Deutschen Bahn AG gerade noch gerettet werden, die den Baum auf dem Privatgelände des Bahnhofsgebäudes illegal fällen wollten. Damals war durch den Bürgermeister zugesagt worden, dass bei der Gemeinde bekannten Baumfällungen auch die ehrenamtlichen Naturschutzverbände und Gruppen in Altenstadt informiert würden. Hier nun ist klar, dass dies nicht erfolgte, weil man wohl den Protest vorhersehen konnte.

Der BUND Ortsverband wird nun bei der Gemeinde Altenstadt und beim Wetteraukreis die genaueren Unterlagen und Gutachten zur genauen eigenen Prüfung einfordern. Neumann: „man kann offensichtlich den Naturschutz nicht den Verwaltungen alleine überlassen“. Der BUND fordert zudem, wie es seit Jahren durch das Hessische Naturschutzrecht möglich ist, endlich eine flächendeckende Baumschutzsatzung für Altenstadt, die gerade auch Bäume auf Privatgrundstücken umfasst. So heißt es in der Baumschutzsatzung in Frankfurt, dass die Qualität eines Ortes durch ihren Grünanteil definiert wird, zum Wohlbefinden der Bürger/innen, zur ästhetischen Qualität, zum Stadtklima und als Lebensraum für Tiere. All dies sollte nun endlich auch in Altenstadt durch eine Baumschutzsatzung gesichert werden.

Der BUND hofft hierzu auf die Unterstützung der Fraktionen in der Gemeindevertretung, denn Altenstadt hat sich als Mitglied im Klimabündnis zum Klimaschutz verpflichtet. Die Baumfällung widerspricht dem aber grundlegend. Der BUND wird sich daher auch dafür einsetzen, dass durch den Investor eine entsprechende Zahl von Bäumen als Ausgleich gepflanzt wird, die dem Vermögen zur Luftreinigung und CO2-Bindung der gefällten Weide entspricht.

Für den Vorstand des BUND Altenstadt, Dr. Werner Neumann

>>> Pressemitteilung zum Download

25 Jahre BUND-Ortsverband Altenstadt/Limeshain/Glauburg - eine Chronik

Am 3. Dezember 2016 feierte der Ortsverband im Dorfgemeinschaftshaus Altenstadt/Heegheim sein 25jähriges Bestehen. Dr. Werner Neumann gab einen Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten, auf Erfolge und Konflikte:

>>> Chronik des BUND-Ortsverbandes Altenstadt/Limeshain/Glauburg
- 25 Jahre aktiv für den Schutz von Umwelt und Natur -

Auf hohes Interesse der gut besuchten Veranstaltung stieß der Vortrag von Biologe Dr. Stefan Nawrath
„Where have all the flowers gone“ - Wo sind die Blumenwiesen geblieben?
 Wie ein wichtiges Biotop verschwindet und wie wir es wiederherstellen können

Eindrucksvoll schilderte Stefan Nawrath das Verschwinden unserer Wiesen, nicht zuletzt verursacht durch artenarmes, nicht heimisches Saatgut selbst in Renaturierungsmaßnahmen. Dabei gibt es die sinnvolle Alternative des regionalen Saatgutes, das aber trotz gesetzlicher Vorgaben nicht zur Anwendung kommt.

Der Abend klang bei gemeinsamem Austausch von Erinnerungen und neuen Ideen bei Speis und Trank aus regionaler und BIO-Küche aus. 

Verhinderte 110 kV-Hochspannungsfreileitung dank Gemeinde und Verbände übergreifender Aktivitäten
Einfache Fotomontage, so sollte es nicht aussehen, so sieht es jetzt nicht aus!

Benefizkonzert mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Einladung

Benefizkonzert mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester
„Von der Wiener Klassik zur musikalischen Romantik“

Auch in diesem Jahr laden die Altenstädter Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU zum traditionellen Benefizkonzert ein. Dieses Jahr findet das Konzert allerdings in der katholischen St. Andreas-Gemeinde in der Fritz-Kress-Straße statt und auch erst 2 Wochen nach Pfingsten, nämlich am Samstag, den 28. Mai 2016 um 16:00 Uhr.

>>> Programm Benefizkonzert 2016

Grund hierfür ist, dass dieses Mal das Frankfurter Opern- und Museumsorchester eine besonders große Besetzung hat. Die Leitung hat der Geiger Nicolai Bernstein. Er studierte an der Musikhochschule in Frankfurt und arbeitete u.a. beim Schleswig-Holstein-Festival-Orchester zusammen mit außergewöhnlichen Musikern wie Lang Lang und wirkte als Konzertmeister und Dirigent. Solist auf der Geige ist Dimiter Ivanov, der 1. Konzertmeister im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Er studierte in Würzburg, Indiana (USA) und der Hochschule für Musik Hans Eisler Berlin. Er wurde mit zahlreichen Preisen in Italien, Mexiko, Österreich und Deutschland ausgezeichnet.

Auf dem Programm, das wie schon oft Johannes Oesterlee gestaltet hat, steht die klassische Konzertreihenfolge von Ouvertüre, Konzert und Sinfonie, allerdings von verschiedenen Komponisten. Den Auftakt bildet J. Haydns Ouvertüre zu „Die Schöpfung“, es folgt das Violinkonzert D-Dur von Ludwig van Beethoven. Der Abschluss ist „Die Unvollendete“ von Franz Schubert. Oesterlee sagte dazu, dass diese Stücke in einem Zeitraum von 27 Jahren in Wien komponiert wurden. Man kann an diesen Meisterwerken zugleich die Entwicklung der Wiener Klassik hin zur musikalischen Romantik verfolgen. Die Veranstalter,

Dr. Werner Neumann vom BUND Altenstadt und Kurt Jungkind vom NABU Altenstadt betonen, dass der Eintritt frei ist, so dass alle interessierten Bürger/innen an diesem außergewöhnlichen Konzert teilnehmen können. Sozialen Zwecken dient auch die Sammlung von Spenden nach dem Konzert, die der „Büdinger Tafel“ zugutekommen wird. Diese unterstützt auch in Altenstadt bedürftige Menschen durch gespendete Lebensmittel nach dem Motto „Verschenken statt Vernichten“.

BUND Altenstadt e.V. Pressemeldung, 28.4.2016

Ortsumgehung geht zu Lasten von Mensch und Natur – bessere Alternativen liegen vor

BUND Altenstadt legt umfassende Stellungnahme gegen die Ortsumgehung Altenstadt ein

Der BUND Altenstadt hat durch seinen Vorsitzenden, Dr. Werner Neumann, eine 26-seitige Stellungnahme zur Ortsumgehung (OU) Altenstadt im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bundesverkehrswegeplan vorgelegt.

>>> BUND-Stellungnahme gegen die Ortsumgehung Altenstadt

Das Urteil des BUND fällt vernichtend aus: Nur an wenigen Stunden am Tag besteht eine hohe Verkehrsbelastung, die mit anderen Mitteln besser entlastet werden kann. Die Ortsumgehung weist eine hohe Belastung und Gefährdung des Naturschutzes auf. Die Ortsdurchfahrt wird nur mäßig vom Lärm entlastet, andere Ortsteile werden hingegen deutlich stärker belastet (Oberau).

Das Bundesverkehrsministerium von Herrn Dobrindt hat die Verschärfung der Hochwassergefahr südlich von Altenstadt nicht beachtet. Wesentliche Alternativen wie der von der Gemeinde Altenstadt unterstützte zweispurige Ausbau der Niddertalbahn sowie die Alternative einer Autobahnauffahrt an die A 45 in Höhe der Waldsiedlung, wurden nicht berücksichtigt. Der Zeitvorteil auf einer Umgehung läge unter einer Minute, so dass der Nutzen-Kosten-Faktor von 2,2 auf 1,1 und mit Kostensteigerungen für breitere Brücken über die Bahn auf 0,77 sinken würde, sprich es wäre kein Gesamtnutzen mehr vorhanden.

Angebliche Vorteile der Ortsumgehung gehen auf Kosten von Fußgängern und Radfahrern, Landwirten und Touristen, die von Oberau nach Altenstadt wollen. Für diese wird es keine sichere Querung der Ortsumgehung und nach Wunsch der Gemeinde Altenstadt auch keine Brücken geben. Ein angeblicher städtebaulicher Vorteil ist nicht gegeben, weil durch Schließung von Gewerbebetrieben und Handel eine Verödung der Ortsdurchfahrt eintreten wird und zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen.

Die Gemeinde Altenstadt hatte beschlossen, zusammen mit der Planung der OU ein Konzept für die Vogelsbergstrasse gemeinsam mit den Gewerbetreibenden zu entwickeln. Dies wurde nicht umgesetzt.

Im Fazit kommt Dr. Werner Neumann vom BUND zum Urteil, dass der Nutzen der Ortsumgehung auch nach Auffassung des Verkehrsministeriums gering ist, die Umweltauswirkungen hingegen sehr hoch und der Schaden für das Gewerbe absehbar ist. Der BUND hat daher den Bundesverkehrsminister aufgefordert, die Ortsumgehung Altenstadt aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen.

Dr. Werner Neumann, Tel. 01726673815 Werner.neumann@bund.net



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