1. Oktober 2012

BUND für naturverträglichen Ausbau der Windenergie in der Wetterau

Der Kreisverband Wetterau des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt den Ausbau der Windenergie im Wetteraukreis. Kreisvorstand Jürgen Hutfiels BUND begrüßt es, wenn nunmehr von allen Kommunen im Durchschnitt  2% der Gemeindefläche als Vorrangfläche für Windenergie ausgewiesen würde. Der BUND hatte dieses „2%-Ziel“ beim Hessischen Energiegipfel vorgeschlagen und dies ist nun auch erklärtes Ziel der Hessischen Landesregierung.

Windenergie wird der Grundstock einer Stromversorgung ohne Atomgefahren und für den Klimaschutz sein, stellt der Energiesprecher des BUND, Dr. Werner Neumann, fest. Landesweit könnten mittelfristig 2500 Windkraftanlagen den Strombedarf in Hessen mit 20 Milliarden Kilowattstunden mindestens zur Hälfte decken, ein Drittel des Strombedarfs könne von Haushalte und Gewerbe eingespart werden. Die Erzeugung von Windstrom werde außerdem zu einem wichtigen Standbein der regionalen Wertschöpfung.

Den theoretisch maximalen Ausbau mit über 500 Anlagen in der Wetterau lehnt der BUND ab. „Wir sind für einen optimalen Ausbau von ca. 100-120 Anlagen, die einerseits gebündelt werden, andere geschützte Landschaftsteile sollen hingegen frei bleiben“, sagt Sylvia Weyrauch vom BUND Vorstand. Waldflächen sind für den BUND aus Gründen des Artenschutzes dabei nicht für Windkraft ausgeschlossen. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Bedrohung für Vögel und Fledermäuse im Allgemeinen nicht bestandsgefährdend sei, d.h. zur Ausrottung einzelner Arten führe. Ziele des Schallschutzes für die Anwohner und des Naturschutzes müssen schon bei der Aufstellung der Pläne berücksichtigt werden. In den Genehmigungsverfahren würde dies ohnehin durch genaue Fachgutachten untersucht. „Pauschale Aussagen führen schnell zu unzulässigen Vereinfachungen“, führt die BUND Sprecherin weiter aus.

Nachdem das Land Hessen eine neue Karte der Windverhältnisse veröffentlicht hat, müsse nun ein für alle Bürger transparentes Verfahren erfolgen. Bei der Auswahl der Flächen sollten fachliche Kriterien im Zentrum stehen. Positiv sei, wenn Gemeinden sich mit Nachbarkommunen zusammentun, um gemeinsame Flächen zu finden. Nicht verständlich sei es, wenn Kommunen mit genügendem Windpotenzial gar keine Windkraftstandorte ausgewählt hätten. Hier drohe eine Vorgabe durch das Regierungspräsidium oder ‚Wildwuchs’ durch Privatinvestoren.

Besser sei es, die Bürger und die Umwelt- und Naturschutzverbände gleich von Beginn an einzubeziehen. Eine aktuelle Umfrage zeige, dass in Hessen über 96% der Bürger sich für erneuerbare Energie aussprechen, da müsse man ihnen auch die Teilhabe an „Bürgerwindparks“ ermöglichen. „Ohne Windkraft verbaut man sich die regionale Energiezukunft, denn einmal gebaut liefert Windenergie Strom zu konstanten Preisen, während ringsum die Energiepreise weiter steigen“, stellt Dr. Neumann abschließend fest.

Die ausführlichen Kriterien des BUND Hessen zur Auswahl von Vorranggebieten und den Naturschutz beim Ausbau der Windenergie gibt es beim Landesverband Hessen des BUND, Ostbahnhofstrasse 13, 60314 Frankfurt am Main und bei www.bund-hessen.de

Rückfragen bei

Dr. Werner Neumann   0172 66 73 815            Sylvia Weyrauch  06034 930815

Titelseite des Faltblattes „Windpark am Winterstein – Unser Beitrag für die Energiewende”
5. Januar 2015

Faltblatt „Windpark am Winterstein – Unser Beitrag für die Energiewende”

Der BUND Kreisverband unterstützt die Aktion, die sich für einen Windpark am Winterstein auf dem Taunuskamm einsetzt. Das Friedberger Aktionsbündnis hat 10.000 Flyer für einen Windpark am Winterstein verteilt: „Da Atomkraft inakzeptable Risiken birgt, Kohlekraft die Klimakatastrophe verschärft und die Bundesregierung die Energiewende drosselt, müssen wir uns verstärkt hier vor Ort für den Ausbau der Windkraft einsetzen. Wir wollen mit unserem Flyer die Lokalpolitiker daran erinnern, dass auch sie eine Verantwortung für das Gelingen der Energiewende tragen. Wir wollen ihnen Mut machen, dieses Windparkprojekt in Angriff zu nehmen und sich nicht vor möglichen Protesten abschrecken zu lassen. Wir wollen ihnen zeigen, dass es Bürgerinnen und Bürger gibt, die diesen Windpark begrüßen. Wenn wir saubere, bezahlbare und zukunftssichere Energie haben wollen, werden wir den Anblick von Windkraftanlagen aushalten müssen!”

Das Faltblatt „Windpark am Winterstein – Unser Beitrag für die Energiewende” des Friedberger Aktionsbündnisses hat folgenden Inhalt:

  • Warum wir für einen Windpark sind
  • Die großen Vorteile der Windkraft
  • Die Energiewende ist alternativlos
  • Ein Windpark im Wintersteingebiet
  • Kritik der Windkraftgegner ist haltlos

Laden Sie sich das Faltblatt des Friedberger Aktionsbündnisses (pdf; ca. 2 MB) herunter.



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